Commerzbank Aktie: Neues 52-Wochen-Hoch bei 39,18 Euro

Deutsche Bank und RBC bestätigen Kaufempfehlungen für die Commerzbank. Vor den Quartalszahlen am 6. August erwarten Analysten starke Zinseinkünfte und ein neues Aktienrückkaufprogramm.

Die Kernpunkte:
  • Kaufempfehlungen von Deutscher Bank und RBC
  • Kursziele bei 42 und 43 Euro
  • Erwartung eines neuen Aktienrückkaufprogramms
  • Aktie nahe 52-Wochen-Hoch bei 39,18 Euro

Zwei Investmentbanken bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Commerzbank. Beide sehen deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs. Der Grund: Vor der Quartalsbilanz am 6. August 2026 rechnen Analysten mit starken Zinseinkünften und einem neuen Aktienrückkaufprogramm.

Zwei Kursziele, ein Signal

Deutsche Bank Research bekräftigte am Mittwoch die Kaufempfehlung. Analyst Benjamin Goy beließ das Kursziel bei 42,00 Euro. Das liegt deutlich über dem Schlusskurs von 38,18 Euro. Goy erwartet für das zweite Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg vor Rückstellungen, getragen von weiterhin hohen Zinseinkünften.

Die kanadische Bank RBC bestätigte parallel ihre „Outperform“-Einstufung mit einem Kursziel von 43,00 Euro. Analystin Anke Reingen verweist auf die disziplinierte Kostenkontrolle der Bank. Zudem sehe sie verbesserte Aussichten für die geplante Kapitalrückführung an die Aktionäre. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Commerzbank zur Zahlenvorlage ein neues Aktienrückkaufprogramm ankündigt.

Aktie nahe Rekordhoch

Der Kurs bestätigt die positive Stimmung. Am Dienstag markierte die Aktie mit 39,18 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Mittwoch gab das Papier leicht nach und schloss bei 38,18 Euro – nur 2,55 Prozent unter dem Rekordstand.

Der langfristige Trend bleibt intakt. Über zwölf Monate steht ein Plus von 34,29 Prozent, allein in den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie um 5,18 Prozent zu. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 34,51 Euro beträgt der Abstand komfortable 10,62 Prozent.

Der RSI liegt bei 55,4 – ein neutraler Wert. Das lässt theoretisch Spielraum für weitere Kurssteigerungen, ohne dass die Aktie bereits überkauft wirkt. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei moderaten 22,11 Prozent.

Eigenständigkeit als Programm

Der Markt honoriert offenbar auch die strategische Neuausrichtung unter dem Namen „Momentum 2030″. Anfang Juli lief das Übernahmeangebot der italienischen UniCredit aus. Weniger als 2 Prozent der unabhängigen Aktionäre nahmen es an.

Vorstandschefin Bettina Orlopp setzt seither verstärkt auf den eigenständigen Wachstumspfad. Die Bank plant, zwischen 2026 und 2028 nahezu den gesamten Nettogewinn nach AT1-Kupons über Dividenden und Rückkäufe auszuschütten. Diese Ausschüttungspolitik soll Aktionäre binden – und zugleich neue Übernahmeversuche des italienischen Großaktionärs erschweren.

Der 6. August als Test

Am 6. August 2026 muss die Commerzbank liefern. Die Zahlen sollen zeigen, ob die operative Ertragskraft im Zinsgeschäft stabil bleibt. Bestätigt das Management die Analystenerwartungen und nennt konkrete Details zu neuen Aktienrückkäufen, könnte die Marke von 40 Euro in Reichweite rücken.

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