Commerzbank Aktie: Offerte kommt morgen
UniCredit erhält grünes Licht für Kapitalerhöhung und kündigt formales Tauschangebot für die Commerzbank an. Der Widerstand in Frankfurt wächst.

- Kapitalerhöhung von UniCredit genehmigt
- Formales Tauschangebot für Freitag angekündigt
- Commerzbank wehrt sich gegen Übernahmepläne
- Eigene Quartalszahlen und Ziele präsentiert
Die Übernahmeoffensive der UniCredit tritt in ihre entscheidende Phase. Heute hat die außerordentliche Hauptversammlung der Mailänder Großbank die notwendige Kapitalerhöhung von bis zu 6,7 Milliarden Euro mit überwältigender Mehrheit genehmigt — 99,55 Prozent des anwesenden Kapitals stimmten dafür. Morgen, am 5. Mai, will UniCredit-Chef Andrea Orcel das formale Tauschangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien vorlegen.
Der ursprüngliche Tauschkurs sieht vor, je Commerzbank-Anteil 0,485 neue UniCredit-Papiere zu bieten — ein impliziter Preis von 30,80 Euro. Da die Commerzbank-Aktie derzeit aber bei rund 35 Euro notiert, liegt das bisherige Angebot faktisch unter dem aktuellen Kurs. Orcel hat bereits angedeutet, die Konditionen anpassen zu können.
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Frankfurt schlägt zurück
Die Commerzbank zeigt sich alles andere als kooperativ. Vize-Chef Michael Kotzbauer ließ in klaren Worten wissen, dass das, was UniCredit nach 18 Monaten und zahlreichen Gesprächen nun auf den Tisch legt, die Bank in ihrer heutigen Form zerlegen würde — ohne den Aktionären eine echte Prämie zu bieten.
Besonders brisant: Kotzbauer widerspricht dem Vorwurf, das internationale Filialnetz der Commerzbank sei überdimensioniert und ineffizient. Über 40 Länder, mehr als 58 Prozent der Firmenkundenerträge mit internationalem Bezug — das Auslandsgeschäft ist nach seiner Darstellung kein Ballast, sondern das Kerngeschäft der Bank. UniCredit hatte genau diesen Punkt als Einsparpotenzial ins Visier genommen.
Umbauplan als Provokation
Der von Orcel präsentierte Restrukturierungsplan, der im Falle einer Übernahme rund 7.000 Stellen in Deutschland kosten würde, dürfte die Fronten weiter verhärten. Die Commerzbank bezeichnet das Vorgehen aus Mailand als feindselig und irreführend.
Gleichzeitig hält die Commerzbank die Gesprächskanäle formal offen — inhaltlich bewegt man sich aber kaum aufeinander zu. Für Freitag hat das Frankfurter Institut eigene Quartalszahlen sowie neue Gewinnziele bis 2030 angekündigt. Ein Signal, dass man die eigene Zukunft lieber selbst gestalten möchte.
An der Börse gaben heute beide Titel leicht nach. Die Commerzbank verlor rund 1,8 Prozent auf 34,59 Euro — ein Rückgang, der weniger Panik als nüchterne Skepsis widerspiegelt. Morgen wird Orcel die Karten auf den Tisch legen. Dann zeigt sich, ob das Angebot substanziell genug ist, um Commerzbank-Aktionäre tatsächlich zu überzeugen.
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