Commerzbank Aktie: Orcels Integrationsplan?

Der Quartalsgewinn stieg um 45 Prozent, während die Commerzbank ihre Zinsertragsprognose für 2026 leicht zurücknahm.

Die Kernpunkte:
  • 859 Millionen Euro Quartalsgewinn gemeldet
  • Jahresziel von mindestens 3,4 Milliarden bestätigt
  • Zinsüberschussprognose für 2026 gesenkt
  • UniCredit-Integration bleibt genehmigungspflichtig

Die Commerzbank hat gestern laut Reuters die geplante schrittweise Integration in UniCredit skizziert. Zunächst soll sie als Tochtergesellschaft konsolidiert werden. Eine spätere Fusion mit der UniCredit-Tochter HVB sei möglich. Damit beschreibt die Bank einen möglichen Weg für die Verbindung, die noch weitere behördliche Freigaben benötigt.

Integration mit möglichen Synergien

Als mögliche Synergiefelder nannte die Commerzbank Einkauf, Technologie und Vertrieb. Weitere behördliche Freigaben wurden für das vierte Quartal 2026 oder spätestens das erste Quartal 2027 erwartet.

UniCredit hatte sich am 30. Oktober bei einer möglichen Verbindung mit der Commerzbank zur Finanzierung deutscher Mittelstandsunternehmen bekannt. UniCredit-CEO Andrea Orcel bezeichnete sein Engagement laut Reuters als persönlich.

RBC senkte gestern Medienberichten zufolge das Kursziel für die Commerzbank von 41 auf 39 Euro und bestätigte die Einstufung „Sector Perform“. Analystin Anke Reingen verwies auf die Unsicherheit zur Übernahme und eingetrübte Aussichten für den Nettozinsertrag.

Gewinnziel bestätigt, Rückkäufe fortgesetzt

Operativ meldete die Commerzbank gestern laut Reuters für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 859 Mio. Euro. Das entsprach einem Anstieg um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In den ersten neun Monaten erreichte die Bank einen Rekordüberschuss von rund 2,7 Mrd. Euro. Ihr Jahresziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro Nettogewinn bestätigte sie. Wegen des Einlagenwettbewerbs senkte sie gestern allerdings die Prognose für den Zinsüberschuss 2026 von 8,6 auf 8,5 Mrd. Euro.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm setzte die Commerzbank fort: Nach ihrer Pflichtmitteilung vom Montag kaufte sie vom 26. bis einschließlich 30. Oktober insgesamt 3.316.027 eigene Aktien. Seit dem 4. September bis einschließlich 30. Oktober summierten sich die Rückkäufe auf 21.268.730 Aktien.

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