Commerzbank Aktie: Orlopp blockt ab
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnt eine Fusion mit UniCredit ab. Analysten zeigen sich vor den Quartalszahlen optimistischer und heben Kursziele an.

- Klare Absage an Übernahmeinteressen von UniCredit
- Mehrere Bankhäuser erhöhen ihre Kursziele
- Milliarden-Aktienrückkauf erfolgreich abgeschlossen
- Quartalszahlen am 11. Februar als nächster Meilenstein
Die Commerzbank-Chefin erteilt UniCredit eine klare Absage – während Analysten kurz vor den Quartalszahlen ihre Kursziele anheben. Gleichzeitig belastet die Unsicherheit um US-Zollpolitik den gesamten europäischen Bankensektor.
CEO positioniert sich gegen Fusion
Bettina Orlopp nutzte das Weltwirtschaftsforum in Davos für eine eindeutige Botschaft: Ein Zusammenschluss mit UniCredit ergebe angesichts der aktuellen Bewertung der Commerzbank keinen Sinn. M&A im Bankensektor müsse Wert schaffen – genau daran zweifelt die Bankchefin im Fall UniCredit.
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Die Aussage unterstreicht die Verteidigungsstrategie der Frankfurter. Seit Monaten signalisiert der italienische Rivale Übernahmeinteresse. Die Commerzbank setzt dem ihre eigenständige “Momentum”-Strategie entgegen.
Analysten werden optimistischer
Unmittelbar vor den Q4-Zahlen am 11. Februar zeigen sich gleich mehrere Investmentbanken positiv gestimmt:
- RBC Capital Markets hebt das Kursziel von 36 auf 37 Euro an – Begründung: höhere Nettozinseinnahmen-Prognosen
- JPMorgan erhöht auf 36 Euro bei neutralem Rating
- Deutsche Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 33,87 Euro. Die Spannweite reicht von 22,70 bis 39,50 Euro.
Milliarden-Rückkauf abgeschlossen
Die Bank hat den größten Aktienrückkauf ihrer Geschichte planmäßig umgesetzt. Zwischen dem 25. September und 17. Dezember 2025 kaufte sie knapp 31 Millionen Aktien zurück – das entspricht 2,75 Prozent des Grundkapitals. Das Volumen: eine Milliarde Euro zu einem Durchschnittspreis von 32,28 Euro je Aktie.
Für das Gesamtjahr plant die Commerzbank, 100 Prozent des Nettoergebnisses (vor Restrukturierungskosten, nach AT1-Kuponzahlungen) an die Aktionäre zurückzuführen.
Zoll-Sorgen belasten Sektor
Der europäische Bankensektor gerät durch erneute Zolldrohungen aus Washington unter Druck. Der Stoxx 600 Banks Index verlor am Dienstag 1,4 Prozent. Die Commerzbank-Aktie notiert bei rund 35 Euro – ein Minus von etwa drei Prozent seit Jahresbeginn.
Orlopp mahnte in Davos zur Gelassenheit: Das Beste sei, abzuwarten und zu sehen, was wirklich passiere. Goldman Sachs Co-CEO Anthony Gutman bezeichnete die aktuelle Volatilität als “neue Normalität”.
Quartalszahlen als Gradmesser
Am 11. Februar folgen die Q4-Zahlen. Analysten erwarten weitere Fortschritte bei den Nettozinseinnahmen – dem zentralen Treiber der Kursentwicklung im vergangenen Jahr. Die Bank profitiert vom höheren Zinsniveau und ihrer Neuausrichtung. Ob sich dieser Trend fortgesetzt hat, wird sich in drei Wochen zeigen.
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