Commerzbank Aktie: Orlopp hält stand
Die Commerzbank-Chefin verweigert sich dem Milliardenangebot von UniCredit. Tiefe Differenzen bei Bewertung und Strategie sowie politischer Widerstand blockieren die Transaktion.

- Tiefe Gräben bei Bewertung und Umtauschverhältnis
- Orlopp kritisiert feindseligen Charakter des Angebots
- Bundesregierung bekräftigt ablehnende Haltung
- Starke operative Basis stützt Unabhängigkeitskurs
Der Übernahmepoker zwischen Commerzbank und UniCredit geht in eine neue Runde — und die Fronten sind klarer denn je. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat nach jüngsten Spitzengesprächen mit der italienischen Großbank unmissverständlich deutlich gemacht, wo die Knackpunkte liegen.
Tiefe Gräben bei Bewertung und Strategie
Die Meinungsverschiedenheiten beginnen bereits beim Grundsätzlichen: Beide Institute können sich weder auf eine gemeinsame Unternehmensbewertung noch auf ein akzeptables Umtauschverhältnis einigen. Hinzu kommen strukturelle Differenzen über das künftige Geschäftsmodell eines möglichen gemeinsamen Hauses. Orlopp sprach offen von erheblichen Diskrepanzen — eine freundliche Formulierung für das, was faktisch einer Blockade gleichkommt.
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UniCredit hatte zuletzt ein Angebot im Volumen von rund 35 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Doch Frankfurt hält dagegen. Die Commerzbank lehnt nicht nur den Preis ab, sondern kritisiert auch den feindseligen Charakter des Vorstoßes. Vertrauen — die Grundvoraussetzung für jede Transaktion dieser Größenordnung — lässt sich unter solchen Vorzeichen kaum aufbauen.
Eigenständigkeit mit Rückenwind
UniCredit-Chef Andrea Orcel verfolgt unterdessen einen Stufenplan: Zunächst soll der Anteil an der Commerzbank über die Schwelle von 30 Prozent hinaus ausgebaut werden, ohne sofort auf eine vollständige Kontrolle zu zielen. Politisch stößt er damit weiterhin auf Gegenwehr — die Bundesregierung bekräftigt ihre ablehnende Haltung.
Orlopp kann sich dabei auf ein starkes operatives Fundament stützen. Seit ihrem Amtsantritt hat sich der Aktienkurs in etwa verdoppelt. Kostensenkungen und gestiegene Aktionärsrenditen liefern ihr die Argumente für den eigenständigen Kurs. Am gestrigen Handelstag schloss die Aktie bei 35,29 Euro — kaum bewegt, aber stabil.
Die Verhandlungspositionen sind abgesteckt, die Argumente ausgetauscht. Solange UniCredit nicht mit einem überzeugenden Angebot nachbessert, dürfte Orlopp auf stur schalten.
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