Commerzbank Aktie: Orlopp lehnt UniCredit ab

Commerzbank-Chefin Orlopp ruft Aktionäre zur Ablehnung des UniCredit-Tauschangebots auf. Der Kurs zeigt sich nervös.

Die Kernpunkte:
  • Vorstandschefin ruft zur Ablehnung auf
  • UniCredit baut Anteil rechnerisch aus
  • Commerzbank vermutet künstliche Aufblähung
  • Aktie notiert leicht unter Jahreshoch

Die Führung der Commerzbank wehrt sich vehement. In einem neuen Brief ruft Vorstandschefin Bettina Orlopp die Aktionäre dazu auf, das Tauschangebot der UniCredit abzulehnen. Die Italiener böten zu wenig Geld. Obendrein fehle ein solider Zukunftsplan.

Der Streit um die Aktien

UniCredit baut den Druck auf. Vor der Offerte hielten die Mailänder knapp 27 Prozent der Anteile. Bis Mitte Juni reichten weitere Aktionäre ihre Papiere ein. Damit steigt der direkte Anteil rechnerisch auf über 39 Prozent.

Die Commerzbank hält dagegen. Das Institut betont, dass Großinvestoren lediglich rund ein Prozent ihrer Aktien abgegeben haben. Bei Privatanlegern liege die Quote nahe null. Das Management vermutet ein Manöver. UniCredit blähe ihre Position künstlich auf. Die eingereichten Papiere stammten wohl von befreundeten Banken.

Nervosität prägt den Handel

Die Unsicherheit spiegelt sich im Kurs wider. Die Commerzbank-Aktie gibt am Freitag leicht nach und notiert bei 37,46 Euro. Damit bewegt sich das Papier knapp unter dem jüngsten Jahreshoch. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt.

Für eine gewisse Beruhigung sorgt das Branchenumfeld. Alle großen US-Banken haben den Stresstest der Notenbank bestanden. Das stützt Finanzwerte weltweit. Dennoch zeigt die annualisierte Volatilität von gut 24 Prozent die Nervosität der Anleger.

Die Entscheidung rückt unweigerlich näher. Die verlängerte Annahmefrist endet am 3. Juli. Am 8. Juli liegt das offizielle Ergebnis vor. Diese endgültigen Quoten diktieren den weiteren Weg des Frankfurter Instituts.

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