Commerzbank Aktie: Orlopps Mailand-Poker?

Im dritten Quartal stieg der Nettogewinn um 45 Prozent; die Bank senkte zugleich ihre Zinsüberschussprognose für 2026.

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Die Kernpunkte:
  • Quartalsüberschuss steigt auf 859 Millionen Euro
  • Neunmonatsgewinn erreicht 2,67 Milliarden Euro
  • Zinsüberschussprognose für 2026 reduziert
  • UniCredit bereitet schrittweise Integration vor

Commerzbank-Vorstandschefin Bettina Orlopp hat am Donnerstag die Chancen eines Zusammengehens mit UniCredit hervorgehoben. Laut Reuters erklärte sie, die Bank sei überzeugt, gemeinsam mit UniCredit Wert schaffen zu können. Den Abschluss des Übernahmeangebots erwartet die Commerzbank in den kommenden Monaten.

Kosten und Erträge als Hebel

Die Commerzbank nannte mögliche Verbesserungen auf der Kosten- und Ertragsseite als Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit. Reuters berichtete am Donnerstag zudem, dass UniCredit eine schrittweise Integration der Commerzbank vorbereitet.

Zunächst soll die Commerzbank dem Bericht zufolge als Tochtergesellschaft konsolidiert werden. Später sei eine Fusion mit der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank möglich. Weitere behördliche Freigaben wurden für das vierte Quartal 2026 oder spätestens das erste Quartal 2027 erwartet.

Rekordgewinn und vorsichtigere Bewertungen

Für das dritte Quartal 2026 meldete die Commerzbank am Donnerstag einen Nettogewinn von 859 Millionen Euro. Das entsprach einem Anstieg um 45 Prozent. In den ersten neun Monaten erreichte der Überschuss mit 2,67 Milliarden Euro einen Rekordwert; gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg er um 41 Prozent.

Am Donnerstag bestätigte die Bank außerdem ihr Jahresziel eines Nettogewinns von mindestens 3,4 Milliarden Euro. Auch der Umsatzausblick von rund 13,2 Milliarden Euro blieb bestehen.

Wegen des Wettbewerbs um Einlagen senkte sie dagegen die Prognose für den Zinsüberschuss 2026. Statt 8,6 Milliarden Euro erwartet sie rund 8,5 Milliarden Euro.

Medienberichten zufolge senkte RBC am Donnerstag das Kursziel von 41 auf 39 Euro und beließ die Einstufung auf „Sector Perform“.

Die DZ Bank stufte die Commerzbank am Donnerstag von „Kaufen“ auf „Halten“ herab. Gleichzeitig reduzierte sie den fairen Wert von 46 auf 40 Euro.

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