Commerzbank Aktie: Rekordgewinn übertroffen

Die Commerzbank meldet für 2025 ein operatives Rekordergebnis und hebt die Gewinnprognose für 2026 an. Aktionäre profitieren von einer deutlich höheren Dividende und umfangreichen Kapitalrückgaben.

Die Kernpunkte:
  • Operatives Ergebnis erreicht Rekordwert von 4,5 Mrd. Euro
  • Dividende steigt auf 1,10 Euro je Aktie an
  • Prognose für Nettogewinn 2026 wird angehoben
  • Kapitalrückgabe von rund 2,7 Milliarden Euro geplant

Die Commerzbank hat mit ihren Geschäftszahlen für 2025 ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der DAX-Konzern übertraf nicht nur die eigenen Ziele – sondern hebt nun auch die Prognose für 2026 an. Vorstandschefin Bettina Orlopp kann damit im Abwehrkampf gegen die UniCredit mit harten Fakten punkten.

Operative Bestmarke und großzügige Ausschüttung

Das operative Ergebnis kletterte 2025 um 18 Prozent auf einen Rekordwert von 4,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,63 Milliarden Euro – nur knapp unter dem Vorjahreswert von 2,68 Milliarden Euro. Allerdings belasteten Restrukturierungskosten von 562 Millionen Euro das Ergebnis. Bereinigt um diese Sondereffekte legte der Gewinn sogar um 13 Prozent auf 3 Milliarden Euro zu.

Die Erträge wuchsen kräftig um 10 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Treiber war vor allem der Provisionsüberschuss, der wie geplant um 7 Prozent auf 4 Milliarden Euro zulegte. Besonders das Wertpapiergeschäft lief stark – hier stiegen die Erträge um 11 Prozent. Der Zinsüberschuss hielt sich trotz gesunkener Leitzinsen mit 8,2 Milliarden Euro nahezu stabil auf Vorjahresniveau.

Die Aktionäre profitieren deutlich: Die Dividende soll auf 1,10 Euro je Aktie steigen, nach 0,65 Euro im Vorjahr. Zusammen mit zwei Aktienrückkäufen plant die Bank eine Kapitalrückgabe von rund 2,7 Milliarden Euro für 2025 – fast 1 Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Das entspricht 100 Prozent des bereinigten Gewinns.

Kostenquote verbessert – Ausblick erhöht

Die Cost-Income-Ratio verbesserte die Commerzbank wie angestrebt um 2 Prozentpunkte auf 57 Prozent. Für 2026 wird die Quote nun bei nur noch 54 Prozent erwartet – 2 Prozentpunkte unter dem ursprünglichen Ziel von 56 Prozent.

Beim Firmenkundensegment wuchs das Kreditvolumen deutlich um 10 Prozent auf 115 Milliarden Euro. Im Privatkundengeschäft in Deutschland stiegen die Einlagen auf 179 Milliarden Euro. Die polnische Tochter mBank steigerte ihre Erträge sogar um 37 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, vor allem dank einer deutlich gesunkenen Vorsorge für Rechtsrisiken bei Fremdwährungskrediten.

Für 2026 hat die Bank ihre Prognose angehoben: Der Nettogewinn soll nun über der bisherigen Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro liegen. Analysten hatten allerdings im Schnitt noch mehr erwartet. Der Zinsüberschuss wird jetzt bei 8,5 Milliarden Euro statt bisher 8,4 Milliarden Euro gesehen. Die Nettoeigenkapitalrendite soll mehr als 11,2 Prozent erreichen.

Die mittelfristigen Ziele für 2028 bekräftigte Orlopp: 4,2 Milliarden Euro Nettogewinn, eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent und eine Cost-Income-Ratio von 50 Prozent. Auch für die kommenden Jahre plant die Bank, 100 Prozent des Nettogewinns an die Aktionäre auszuschütten.

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