Commerzbank Aktie: Rekordkurs trotz Zinsdämpfer

Im dritten Quartal wuchs der Gewinn auf 859 Millionen Euro; für den Zinsüberschuss 2026 kalkuliert die Bank nun mit 8,5 Milliarden.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsüberschuss steigt um gut 45 Prozent
  • Operatives Ergebnis wächst auf 1,312 Milliarden Euro
  • Zinsüberschuss-Ziel für 2026 auf 8,5 Milliarden gesenkt
  • Kapitalrückgabe von rund 3,2 Milliarden geplant

Die Commerzbank liefert, während über ihr die Übernahme durch Unicredit schwebt. Im dritten Quartal stieg der Konzerngewinn um gut 45 Prozent auf 859 Millionen Euro. Nur an einer Stelle senkt das Institut die Erwartungen.

Starkes Quartal, solide Basis

Auch operativ legte die Bank kräftig zu. Das operative Ergebnis wuchs um 25 Prozent auf 1,312 Milliarden Euro, getragen von höheren Erlösen bei stabilen Kosten. Die Erträge stiegen um 9 Prozent auf 3,199 Milliarden Euro.

Über die ersten neun Monate summiert sich der Überschuss auf rund 2,7 Milliarden Euro, ein Plus von mehr als 40 Prozent. Das ist das beste Ergebnis für diesen Zeitraum in der Konzerngeschichte. „Die starke Geschäftsentwicklung belegt, welches Potenzial in der Commerzbank steckt“, sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.

Der Zinsüberschuss legte um 3,5 Prozent auf 2,115 Milliarden Euro zu. Treiber waren das Kredit- und Einlagengeschäft mit Firmenkunden sowie das Replikationsportfolio. Der Provisionsüberschuss wuchs um 9 Prozent auf 1,072 Milliarden Euro, vor allem dank des starken Wertpapiergeschäfts mit Privat- und Kleingewerbekunden in Deutschland.

Zinsprognose gekappt

Der Dämpfer kommt beim Ausblick. Für den Zinsüberschuss peilt die Bank 2026 nur noch rund 8,5 Milliarden Euro an, zuvor waren es 8,6 Milliarden. Als Grund nennt sie den härteren Wettbewerb um Kundeneinlagen. Banken müssen dafür höhere Zinsen zahlen, was die Marge drückt.

Die übrigen Ziele bleiben stehen. Beim Konzernergebnis erwartet der Vorstand weiterhin mindestens 3,4 Milliarden Euro, bei den Erträgen rund 13,2 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss soll um etwa 7 Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro steigen. Die Eigenkapitalrendite (RoTE) soll bei etwa 12 Prozent liegen. Die Ziele der Strategie „Momentum 2030″ bekräftigt die Bank ebenfalls.

Ausschüttung im Blick

Für das Geschäftsjahr 2026 plant die Commerzbank eine Kapitalrückgabe von rund 3,2 Milliarden Euro. Vorgesehen ist eine Mischung aus Aktienrückkäufen und Dividende, wobei der Dividendenanteil auf mindestens 50 Prozent steigen soll.

Damit steht die Zielmarke für das Gesamtjahr klar im Raum: mindestens 3,4 Milliarden Euro Gewinn. Nach 2,7 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten reicht dafür im Schlussquartal ein Ergebnis von gut 0,7 Milliarden Euro. Das dritte Quartal allein lag mit 859 Millionen Euro deutlich darüber.

Anzeige

Stand heute, 5. November: Commerzbank – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Commerzbank investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 5. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Commerzbank: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Commerzbank