Commerzbank Aktie: Rückkaufprogramm als Warnsignal?
Die Commerzbank-Aktie bricht trotz eines geplanten 600-Millionen-Euro-Rückkaufs ein. Analysten sehen kaum Aufwärtspotenzial und bewerten die Maßnahme als defensiv gegen eine mögliche Übernahme durch die UniCredit.

- Aktienkurs fällt unter wichtige 36-Euro-Marke
- 600-Millionen-Rückkauf soll Übernahme verteuern
- Analysten sehen Bewertungsgrenze erreicht
- Bilanz am 11. Februar als strategischer Test
Die Commerzbank will mit einem 600-Millionen-Euro-Aktienrückkauf die UniCredit abwehren – doch die Börse honoriert die Strategie nicht. Der Kurs rutschte heute unter 36 Euro, Analysten sehen kaum noch Luft nach oben. Ist das milliardenschwere Abwehrschild ein Zeichen von Stärke oder von Ratlosigkeit?
Die Fakten im Überblick:
– Kurs aktuell bei 35,80 Euro – wichtige Unterstützung gebrochen
– UniCredit kontrolliert knapp 30 Prozent der Anteile
– Rückkaufvolumen: bis zu 600 Millionen Euro ab Q1 2026
– Goldman Sachs sieht fairen Wert bei nur 35,50 Euro
– Bilanztermin am 11. Februar als strategischer Wendepunkt
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Charttechnik sendet Warnsignal
Der Bruch der 36-Euro-Marke bedeutet mehr als nur eine temporäre Schwäche. Mit dem heutigen Rücksetzer hat die Aktie eine entscheidende Haltelinie nach unten durchbrochen. Seit Jahresbeginn steht nun ein Minus von 1,65 Prozent zu Buche – die starke Vorjahresrallye droht vollständig zu verpuffen.
Die nächste relevante Unterstützung liegt beim 50-Tage-Durchschnitt von 34,47 Euro. Fällt auch diese Marke, könnte sich die Korrektur beschleunigen. Die hohe Volatilität von 68,52 Prozent zeigt: Anleger sind nervös und positionieren sich vorsichtig.
Das Rückkaufprogramm als Taktik
Das geplante Rückkaufprogramm über 600 Millionen Euro soll zwei Ziele erfüllen: Den Aktienkurs stützen und den Preis für eine Vollübernahme durch die UniCredit verteuern. Chefin Bettina Orlopp demonstriert damit, dass die Bank eigenständig Wert schaffen kann – und will.
Doch der Markt reagiert skeptisch. Statt als Stärke wird die Maßnahme offenbar als defensive Reaktion gewertet. Die Frage bleibt: Kann die Commerzbank ihre angepeilte Eigenkapitalrendite von 15 Prozent bis 2028 aus eigener Kraft erreichen – oder ist die Offensive nur ein teures Manöver gegen den übermächtigen italienischen Konkurrenten?
Analysten sehen Bewertungslimit erreicht
Die Einschätzungen der Investmentbanken lassen wenig Spielraum für Optimismus. Goldman Sachs beziffert den fairen Wert auf 35,50 Euro, JPMorgan sogar nur auf 33 Euro. Selbst die Deutsche Bank sieht mit einem Kursziel von 37 Euro lediglich minimales Aufwärtspotenzial.
Der Konsens ist eindeutig: Ohne operative Verbesserungen oder ein konkretes Übernahmeangebot zu einer deutlich höheren Prämie ist die Luft raus. Die Übernahmephantasie allein trägt den Kurs nicht mehr.
Bilanztermin als Wendepunkt
Am 11. Februar legt die Commerzbank ihre Jahresbilanz vor. Dieser Termin wird zur Nagelprobe für die “Momentum”-Strategie von CEO Orlopp. Nur überzeugende Zahlen und ein klarer Fahrplan zur Steigerung der Profitabilität können die skeptischen Anleger zurückgewinnen.
Bis dahin bleibt die Aktie ein Spekulationsobjekt im Übernahmekampf. Der heutige Rutsch unter 36 Euro zeigt: Der Markt beginnt, die hohen Übernahmeprämien auszupreisen und fokussiert sich wieder auf die fundamentalen Risiken.
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