Commerzbank Aktie: Rückkaufprogramm übersteigt 8 Millionen Aktien

Die Commerzbank kaufte weitere eigene Aktien zurück; RBC und Deutsche Bank Research senkten ihre Einschätzungen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie gewinnt 2,1 Prozent
  • Rückkauf von 1.871.048 Aktien
  • RBC senkt Rating und Kursziel
  • Quartalszahlen für November angekündigt

Die Aktie der Commerzbank verzeichnete am heutigen Dienstag ein Kursplus von 2,1 Prozent und notierte bei 40,09 Euro. Europäische Aktienmärkte legten im Vorfeld der anstehenden Berichtssaison auf breiter Front zu, gestützt von nachlassendem Druck bei länger laufenden Anleihen und sinkenden Ölpreisen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Für den Kursanstieg des Frankfurter Kreditinstituts gab es indessen keinen gesonderten unternehmensspezifischen Auslöser.

Die Notierung folgte damit im Wesentlichen der freundlichen Grundstimmung an den europäischen Handelsplätzen. Marktteilnehmer blicken mit Aufmerksamkeit auf die beginnende Berichtssaison, die richtungsweisend für die europäischen Bankenwerte sein dürfte. Vor allem Zinstrends und die Konjunkturentwicklung bleiben zentrale Themen für den Finanzsektor.

Rückkaufprogramm schreitet planmäßig voran

Auf Unternehmensebene informierte die Commerzbank heute über den aktuellen Stand ihrer laufenden Kapitalmaßnahme. Vom 28. September bis einschließlich 2. Oktober kaufte das Institut 1.871.048 eigene Aktien über den Markt zurück. Seit dem Beginn des Programms am 4. September summiert sich das Volumen auf insgesamt 8.126.141 Anteile.

Mit dem kontinuierlichen Erwerb eigener Papiere setzt das Management seine Kapitalstrategie planmäßig um. Neben den Transaktionen am Kapitalmarkt setzte das Institut auch inhaltliche Schwerpunkte: Gemeinsam mit comdirect veröffentlichte die Commerzbank am Donnerstag eine Studie zum Altersvorsorgedepot auf Basis einer YouGov-Befragung.

Vorsichtigere Analystenstimmen und Quartalstermin

Auf der Analystenseite überwogen zuletzt jedoch zurückhaltende Einschätzungen. Am Freitag stufte RBC Capital Markets die Papiere von „Outperform“ auf „Sector Perform“ ab und reduzierte das Kursziel von 43 auf 40 Euro.

Laut einem Bericht von Reuters verwies das Analysehaus auf höhere Ausführungsrisiken im Zusammenhang mit den Plänen der UniCredit. Bereits am 30. September hatte Deutsche Bank Research die Einstufung Medienberichten zufolge von „Buy“ auf „Hold“ herabgesetzt, das Kursziel jedoch bei 42 Euro belassen.

Vor gut einer Woche hatte UniCredit die Übernahmebestrebungen forciert, woraufhin die Bundesregierung Zusagen verlangte. Diese Entwicklungen begleiten das Geschehen am Markt weiterhin. Neue Einblicke in die operative Verfassung der Commerzbank stehen im kommenden Monat an: Die Veröffentlichung des Ergebnisses für das dritte Quartal 2026 ist für den 5. November angekündigt.

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