Commerzbank-Aktie – Stabilisierung Fehlanzeige!

Für eine kurze Zeit schien es, als wenn die Commerzbank-Aktie ihren Abwärtstrend beendet hätte. Positive Unternehmensnachrichten stützten den Kurs und die Bullen standen in den Startlöchern. Doch nun nach dem Referendum in Griechenland könnte es mit der Euphorie wieder vorbei sein.

 

CommerzbankDie Bankenbranche muss aktuell mit vielen Problemen kämpfen. Durch niedrige Zinsen brechen die Erträge weg und das digitale Bankgeschäft führt zu zahlreichen Filialschließungen. Die Deutsche Bank plant beispielsweise rund ein Drittel ihrer Standorte dicht zu machen. Bei anderen Banken sieht es ähnlich aus.

 

Commerzbank trotzt den Filialschließungen

Anders die Commerzbank. Kunden, die nicht auf persönliche Beratung verzichten wollten, sollen bei der Commerzbank immer eine Möglichkeit dazu bekommen. Das Institut will den Filialschließungen trotzen und der Konkurrenz die Kunden abgewinnen.

Zusätzlich soll das nach einer erfolgreichen Restrukturierung 2012 wieder stärker gewordene Privatkundengeschäft die Wachstumsstrategie stützen. Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben ihre Kundenzahl um 643.000 auf 11,5 Mio. gesteigert. Seit Beginn dieses Jahres kamen allein 111.000 hinzu. Ziel ist es, bis Ende 2016 eine Mio. Kunden zu gewinnen.

 

Ehrgeizige Ziele bis 2020

Aktuell sieht es auch gut aus, dass die Bank ihre ambitionierten Ziele erreichen könnte.

Bis 2020 sollen unter anderem die Kosten bei den steigenden Gehältern und den immer strengeren Vorschriften stabil bei rund 700 Mio. Euro gehalten werden. Zusätzlich sollen die Produkte vereinfacht und deren Zahl von derzeit rund 460 halbiert werden.

 

Commerzbank-Aktie – Nervenkitzel vom Feinsten

Dennoch ist der Aktienkurs massiv von der weiteren Entwicklung der Griechenland-Krise abhängig. Das aktuelle Referendum und der immer wahrscheinlich werdende Grexit könnten die Notierung erheblich drücken, auch wenn die Commerzbank selbst nur noch sehr überschaubar in Griechenland selbst engagiert ist..

Commerzbank-06-07-15

Die psychologisch wichtige Marke von 12 Euro konnte trotz mehrerer Versuche nicht gehalten werden. Nun ist die Unterstützung bei rund 11,50 Euro in Gefahr. Sollte sie nachhaltig nach unten durchbrochen werden, drohen weiter fallende Kurse. Zwischen rund 11 und 10,30 Euro findet der Kurs erst die nächste große Unterstützungszone. Sollte auch sie nicht halten, stünde die Commerzbank-Aktie vor dem freien Fall.

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