Commerzbank Aktie: Übernahmedruck
Die Commerzbank meldet ein operatives Rekordergebnis und kündigt großzügige Kapitalrückführungen an, während UniCredit mit knapp 29% Beteiligung die Schwelle für ein Pflichtangebot erreicht.

- Operatives Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro
- Neues Aktienrückkaufprogramm und höhere Dividende
- UniCredit hält fast 29 Prozent der Anteile
- Aktienkurs zeigt zuletzt positive Entwicklung
Ein Rekordergebnis und eine großzügige Ausschüttungspolitik sollen die Eigenständigkeit untermauern. Gleichzeitig gewinnt UniCredit nach einer abgelaufenen Frist mehr Spielraum – und steht mit ihrem Anteil knapp vor einer Schwelle, die den Übernahmepoker beschleunigen könnte. Wie stark ist die Verteidigungslinie aus Gewinnwachstum, Dividende und Rückkäufen wirklich?
Rekordjahr – doch der Ausblick bremste
Operativ lieferte die Bank für 2025 ein Rekordergebnis von 4,5 Mrd. Euro, ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 6%, getragen von Trade Finance, Wertpapiergeschäft und Zahlungsverkehr. Dazu kamen eine Cost-Income-Ratio von 59% und Kreditausfälle von 24 Basispunkten. Die Eigenkapitalrendite (ROTE) lag 2025 bei 8,7%.
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Trotzdem fiel die erste Marktreaktion nach den Jahreszahlen spürbar nüchterner aus. Der Grund: Für 2026 stellte der Vorstand in Aussicht, das bisherige Gewinnziel von 3,2 Mrd. Euro übertreffen zu wollen – der Marktkonsens lag jedoch bei 3,4 Mrd. Euro. Für viele Investoren war das schlicht zu wenig, weil es die Erwartungen nicht „übererfüllte“.
Zusätzliche Irritation brachte die Beteiligung an Aquila Capital: Es wurden erneut 52 Mio. Euro abgeschrieben, womit laut Quelltext bereits zwei Drittel des Kaufpreises (2024) verloren sind.
Dividende und Rückkauf als klares Signal
Parallel setzt die Bank bei der Kapitalrückführung ein Ausrufezeichen: Vorgesehen ist ein neues Aktienrückkaufprogramm über 540 Mio. Euro. Außerdem soll der Hauptversammlung eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (Analysten hatten laut Quelltext 1,00 Euro erwartet).
Das Rückkaufprogramm läuft bereits: Mitte Februar wurden demnach über sechs Millionen eigene Aktien vom Markt genommen. Für 2026 peilt die Bank zudem eine ROTE von über 11,2% an und plant, 100% des Nettoergebnisses über Dividenden und Rückkäufe auszuschütten.
Am Kursbild lässt sich zumindest ablesen, dass der Markt diese Mischung zuletzt wieder konstruktiver bewertet: Bei 35,92 Euro liegt die Aktie über dem 50-Tage-Durchschnitt (34,97 Euro), auf 7 Tage steht ein Plus von 4,18%. Zum 52‑Wochen‑Hoch (37,75 Euro) fehlen rund 4,85%.
UniCredit gewinnt Spielraum – 30%-Marke rückt näher
Der zweite, politisch aufgeladene Treiber bleibt UniCredit. Seit 22. Februar darf UniCredit eine Komplettübernahme mit eigenen Aktien bezahlen – möglich wird das laut Quelltext durch den Ablauf einer entsprechenden Frist im deutschen Aktienrecht.
Brisant ist vor allem die Größenordnung: UniCredit hält demnach rund 26% direkt und kontrolliert über Finanzinstrumente insgesamt knapp 29%. Damit ist die 30%-Schwelle in Reichweite, ab der ein formales Übernahmeangebot ausgelöst würde. Die Bundesregierung hält 12% und lehnt eine Fusion weiterhin ab – das sorgt für Gegenwind, löst die Situation aber nicht auf.
Termine, die jetzt zählen
Kurzfristig sind die nächsten Fixpunkte klar gesetzt: Das aktuelle Rückkaufprogramm endet am 26. März 2026. Die Quartalszahlen folgen am 8. Mai 2026, die Hauptversammlung ist für den 20. Mai 2026 angesetzt. Der Ex-Tag für die Dividende ist der 21. Mai, die Auszahlung soll am 25. Mai 2026 erfolgen. Bis dahin entscheidet sich vor allem, ob die Bank mit Ergebnissen und Kapitalrückfluss genug Überzeugungskraft aufbaut – während UniCredit mit knapp 29% Beteiligung weiter gefährlich nahe an die 30%-Linie heranrückt.
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