Commerzbank Aktie: UniCredit bietet 42 Prozent
Commerzbank-Chefin rät Aktionären zur Zurückhaltung beim Übernahmeangebot der UniCredit. Die Annahmefrist endet am 3. Juli.

- Annahmefrist für UniCredit-Angebot endet am 3. Juli
- Vorstandschefin rät zum Halten der Aktien
- Bundesregierung stützt Commerzbank als Aktionär
- Operatives Geschäft zeigt starke Gewinnentwicklung
Die Uhr tickt für die Aktionäre der Commerzbank. Bis zum 3. Juli läuft die verlängerte Annahmefrist für das Übernahmeangebot der UniCredit. Vorstandschefin Bettina Orlopp schickt nun einen letzten eindringlichen Appell an die Investoren. Die Botschaft: Aktien halten, Angebot ignorieren.
Hinter den Kulissen tobt ein Streit um die Zahlen. UniCredit meldete nach der ersten Phase eine Quote von gut 42 Prozent. Darin stecken allerdings bereits bestehende Anteile und Derivate. Die Commerzbank hält dagegen. Laut Management haben bisher kaum reguläre Anleger ihre Papiere angedient. Mehr als eine halbe Million Privatanleger und hunderte institutionelle Investoren verweigern sich demnach dem Deal. Sie übergaben lediglich rund ein Prozent der Aktien.
Wer stützt das Angebot?
Rückendeckung erhält das Frankfurter Institut aus Berlin. Die Bundesregierung will ihren Anteil als zweitgrößter Aktionär nicht an die Italiener abtreten. Die Commerzbank zerpflückt derweil die Erfolgsmeldung der UniCredit. Der Großteil der eingelieferten Papiere stamme von Banken und Parteien aus dem direkten Umfeld der Italiener. Das wertet der Vorstand nicht als unabhängige Unterstützung durch den Markt.
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Commerzbank Aktie ging am Freitag bei 37,68 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier nur knapp drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang steht ein moderates Plus von 3,20 Prozent auf der Kurstafel. Ein massiver Ausverkauf sieht anders aus. Im Gegenteil. Die technische Ausgangslage bleibt mit einem komfortablen Abstand zur 200-Tage-Linie stabil.
Fokus auf das eigene Geschäft
Abseits des Übernahmepokers rückt das operative Geschäft in den Vordergrund. Das Management verweist auf die eigene Stärke. Im ersten Quartal stieg das operative Ergebnis auf knapp 1,36 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte ebenfalls spürbar zu. Die Bank hob daraufhin ihr Gewinnziel für das laufende Jahr auf mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Anfang August folgen die nächsten Quartalszahlen.
Der nächste Termin dominiert nun den Handel. Am 3. Juli schließt das Fenster für die Annahme endgültig. Eine formale Änderung des Angebots ist laut Commerzbank nicht mehr möglich. Fünf Tage später, am 8. Juli, veröffentlicht UniCredit das finale Ergebnis. Dann herrscht Klarheit über die tatsächliche Machtverteilung im Aktionärsregister.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




