Commerzbank Aktie: UniCredit bis 3. Juli
UniCredit verlängert Übernahmeangebot für Commerzbank und baut Anteile aus. Management und Bund lehnen den Vorstoß weiterhin ab.

- Tauschangebot bis 3. Juli verlängert
- UniCredit-Anteil fast 40 Prozent
- Commerzbank und Bund lehnen ab
- Aktie nahe 52-Wochen-Hoch
Die italienische UniCredit lässt nicht locker. Im Ringen um die Commerzbank verlängert die Großbank ihr Tauschangebot bis zum 3. Juli 2026. Parallel dazu baut Mailand seine gesicherten Anteile auf fast 40 Prozent aus. Der Druck auf das Frankfurter Management wächst massiv.
Bis zum Ablauf der ersten Frist Mitte Juni lag die Annahmequote bei mageren 12,51 Prozent. Mit der Verlängerung kauft sich UniCredit nun Zeit. Das finale Ergebnis der Offerte soll am 8. Juli vorliegen.
Gegenwind aus Frankfurt und Berlin
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank lehnen den Vorstoß weiterhin strikt ab. Die Italiener böten keine angemessene Prämie. Und: Es fehle ein klarer strategischer Plan für den Zusammenschluss.
Auch die Bundesregierung stellt sich quer. Der Bund hält rund 12 Prozent an dem Institut. Er pocht auf die Eigenständigkeit der Bank und erteilt der Übernahme eine Absage.
Verdächtige Aktienkäufe
Die Commerzbank vermutet derweil ein abgekartetes Spiel. Das Institut meldet ein auffälliges Annahmeverhalten. Demnach stammen die angedienten Papiere fast nur von Parteien aus dem Umfeld der UniCredit.
Diese Investoren hielten vor dem Angebot kaum Anteile. Die Frankfurter fordern mehr Transparenz. Sie leiten fortlaufend Daten an die Finanzaufsicht BaFin weiter.
Aktie profitiert von der Fantasie
An der Börse stützt das Übernahmeszenario den Kurs. Die Commerzbank-Aktie beendete den Montagshandel bei 37,88 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro.
Auf Jahressicht steht ein starkes Plus von 33,90 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch charttechnisch bleibt der Aufwärtstrend intakt. Der Kurs liegt aktuell 4,70 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Die Commerzbank hält mit ihrer eigenen Strategie dagegen. Bis 2030 will das Management eine Eigenkapitalrendite von rund 21 Prozent erreichen. Am 8. Juli veröffentlicht UniCredit das endgültige Ergebnis der Offerte.
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