Commerzbank Aktie: UniCredit meldet 42,50 Prozent
Im Bieterkampf um die Commerzbank wächst die Skepsis, ob UniCredits Angebot für Aktionäre reizvoll genug ist.

- Annahmefrist endet am 3. Juli
- UniCredit meldet Zugriff auf 42,5 Prozent
- Commerzbank zweifelt Angaben an
- Aktienkurs bleibt nahe Jahreshoch
Der Übernahmekampf zwischen UniCredit und der Commerzbank geht in die heiße Phase. Bis zum 3. Juli läuft die verlängerte Annahmefrist. Am Markt wachsen die Zweifel, ob die italienische Offerte für deutsche Aktionäre attraktiv genug ist.
Streit um die Annahmequote
UniCredit meldete nach der ersten Angebotsphase eine Annahmequote von gut 12 Prozent. Inklusive bestehender Anteile und Finanzinstrumente beanspruchen die Italiener nun einen Zugriff auf 42,50 Prozent der Commerzbank. Das Frankfurter Institut wehrt sich vehement gegen diese Darstellung.
Das Management kritisiert die Zahlen scharf. Laut Commerzbank haben institutionelle Investoren bisher nur rund ein Prozent ihrer Papiere angedient. Bei Privatanlegern liegt die Quote nahe null. Die andienenden Parteien stünden überwiegend in direkter Verbindung zu UniCredit. Die Folge: Die Commerzbank hat die Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet.
Kurs trotzt dem Druck
An der Börse zeigt sich die Aktie von dem Streit unbeeindruckt. Der Kurs notiert aktuell bei 37,17 Euro und liegt damit leicht im Plus. Das Papier hält sich stabil in der Nähe des jüngsten Jahreshochs von 38,85 Euro.
Ein starker Abverkauf bleibt aus. Auf Wochensicht verzeichnet der Titel ein marginales Minus von 1,64 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein leichtes Plus auf der Anzeigetafel. Die Aktie handelt weiterhin komfortabel über der wichtigen 200-Tage-Linie.
Starre Fronten bis zum Schluss
Die Konditionen des Übernahmeangebots bleiben unverändert. UniCredit bietet weiterhin 0,485 eigene Aktien für jedes Commerzbank-Papier. Eine Nachbesserung in dieser Frist ist laut Angebotsunterlage ausgeschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank raten ihren Aktionären dringend von einer Annahme ab.
Wer dieser Empfehlung folgt, muss nicht aktiv werden. Die Entscheidung fällt in wenigen Tagen. Am 3. Juli endet die Nachfrist. Das endgültige Ergebnis der Übernahmeofferte veröffentlicht UniCredit am 8. Juli. Dann liegt das finale Annahmeergebnis auf dem Tisch.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 30. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




