Commerzbank Aktie: UniCredit terminiert den Angriff
UniCredit treibt Übernahme der Commerzbank voran und terminiert Kapitalerhöhung für Mai. Das Frankfurter Institut lehnt das Angebot ab und verweist auf eigene Stärke.

- Kapitalerhöhung für Tauschangebot terminiert
- Commerzbank lehnt Angebot als unzureichend ab
- Bund und Betriebsrat unterstützen Widerstand
- Meilensteine im Mai entscheiden über weiteren Verlauf
Der italienische Bankenriese UniCredit treibt seine Übernahmepläne für die Commerzbank unerbittlich voran. Mit der Festlegung eines konkreten Termins für die entscheidende Hauptversammlung rückt der nächste formale Schritt in greifbare Nähe. Während das Frankfurter Management auf die eigene Profitabilität pocht, formiert sich in Mailand das Kapital für den Kauf.
Kapitalerhöhung als Schlüssel
Am 4. Mai sollen die UniCredit-Aktionäre in Mailand grünes Licht für die Ausgabe von bis zu 470 Millionen neuen Stammaktien geben. Diese Kapitalerhöhung bildet das Fundament für das geplante Tauschangebot. Konkret bietet die italienische Großbank 0,485 eigene Papiere je Commerzbank-Aktie. Das entspricht einer Bewertung von knapp 35 Milliarden Euro oder 30,80 Euro je Anteilsschein.
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Damit zielt UniCredit darauf ab, die eigene Beteiligung deutlich über die aktuelle Schwelle von knapp 30 Prozent hinaus auszubauen. Rund 26 Prozent hält das Institut bereits direkt, weitere vier Prozent sind über Total-Return-Swaps gesichert.
Widerstand in Frankfurt
In der Frankfurter Zentrale stößt die Offerte auf strikte Ablehnung. Das Management kritisiert den Aufschlag von lediglich vier Prozent auf den Referenzkurs von Mitte März als unzureichend, zumal Analysten ein Kurspotenzial bis 38 Euro berechnen. Flankiert wird der Vorstand vom Bund, der seine zwölfprozentige Beteiligung an der Commerzbank behalten und die Eigenständigkeit des Instituts stützen will.
Auch der Betriebsrat kündigt massive Gegenwehr an. Betriebsratschef Sascha Uebel bezeichnet das Vorgehen von UniCredit-Chef Andrea Orcel als geschäftsschädigend und warnt vor Nachteilen für Mittelstandskunden sowie die Belegschaft.
Eigene Stärke und ein dichter Kalender
Um die Eigenständigkeit zu rechtfertigen, verweist die Commerzbank auf ihre laufende „Momentum“-Strategie. Ein Anstieg des Provisionsüberschusses um sieben Prozent und eine zweistellige Eigenkapitalrendite im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 untermauern den operativen Aufwärtstrend der Bank. Für die kommenden Wochen stehen nun mehrere richtungsweisende Termine im Kalender:
- 4. Mai: Außerordentliche UniCredit-Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung.
- 8. Mai: Veröffentlichung der Commerzbank-Quartalszahlen (Q1).
- 20. Mai: Ordentliche Hauptversammlung der Commerzbank mit erwarteten Protestaktionen der Belegschaft.
Reicht UniCredit das Angebot nach der erwarteten BaFin-Freigabe im Mai offiziell ein, rechnen die Italiener mit ersten Ergebnissen der Annahmequote Ende Juni oder im Juli 2026. Da für eine vollständige Übernahme noch diverse regulatorische Hürden genommen werden müssen, plant Mailand den finalen Abschluss der Transaktion erst für das Jahr 2027 ein.
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