Commerzbank Aktie: Wachstumschancen zahlreich!

Die Bundesregierung stellt sich gegen eine Übernahme durch UniCredit und unterstützt die eigenständige Strategie der Commerzbank. Die anstehenden Jahreszahlen werden die Glaubwürdigkeit des Wachstumsplans prüfen.

Die Kernpunkte:
  • Politischer Widerstand gegen UniCredit-Übernahme
  • Ambitionierte Eigenständigkeitsstrategie Momentum 2028
  • Entscheidende Jahreszahlen stehen im Februar an
  • Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro

Die Commerzbank steckt mitten im Machtpoker mit UniCredit – und die Bundesregierung stellt sich klar an ihre Seite. Kurz vor Vorlage der Jahreszahlen 2025 bekräftigt Berlin den Kurs auf Eigenständigkeit und signalisiert Widerstand gegen ein unfreundliches Übernahmevorhaben. Für Anleger rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, ob die Strategie „Momentum 2028“ stark genug ist, um den Konzern allein auf Wachstums­kurs zu halten.

Bundesregierung blockt UniCredit-Pläne ab

Im Vorfeld der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen am 24. Januar 2026 hat das Bundesfinanzministerium seine Linie noch einmal deutlich gemacht. Laut einem Sprecher setzt die Bundesregierung weiter auf eine eigenständige Commerzbank und lehnt einen Zusammenschluss mit UniCredit ab.

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In Regierungskreisen wird vor allem die Systemrelevanz der Bank hervorgehoben. Ein unfreundliches Vorgehen der Italiener wäre politisch nicht akzeptabel, insbesondere bei einem Institut mit hoher Bedeutung für den deutschen Finanzmarkt und den Mittelstand. Zugleich verweist Berlin positiv auf die ambitionierten Ziele, die das Management im vergangenen Jahr formuliert hat – ausdrücklich auch mit Blick auf die Beschäftigten.

Damit ist klar: Politische Rückendeckung für eine Übernahme durch UniCredit sieht anders aus. Der Kurs ist auf Stand-alone gestellt, zumindest aus Sicht der Regierung.

UniCredit baut Anteil aus – Konflikt bleibt bestehen

Parallel dazu bleibt die Beteiligungssituation angespannt. UniCredit hält nach eigenen Angaben bereits rund 26 Prozent der Anteile. Über Finanzinstrumente könnte der Einfluss auf etwa 29 Prozent steigen. Die Commerzbank wehrt sich seit über einem Jahr gegen eine Übernahme und setzt stattdessen auf ihren eigenen Fahrplan „Momentum 2028“.

Für UniCredit-CEO Andrea Orcel ist ein formelles Angebot dennoch alles andere als einfach. Neben dem politischen Widerstand spielt auch der Aktienkurs eine Rolle: Das Papier notiert mit aktuell 35,15 Euro zwar deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 18,40 Euro, aber rund 15 Prozent unter dem Hoch von 41,58 Euro vom 24. Dezember 2025. Das macht eine attraktive Prämie für ein Übernahmeangebot teurer und erhöht die Hürde für einen nächsten Schritt.

Trotz der klaren Signale aus Berlin bleibt damit ein latenter Übernahmedruck bestehen – allerdings gebremst durch Politik, Bewertung und die erklärte Abwehrhaltung des Managements.

Zahlen und Termine im Fokus

Operativ rückt nun der 11. Februar 2026 in den Mittelpunkt. An diesem Tag legt die Bank ihre Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor und lädt zur Bilanzpressekonferenz. Dann wird sichtbar, ob die im vergangenen Jahr angekündigten ambitionierten Ziele mit konkreten Ergebnissen hinterlegt werden konnten.

Darüber hinaus steht bereits ein dichter Terminkalender fest:

    1. Februar 2026: Bilanzpressekonferenz / Q4 2025 und Jahreszahlen 2025
    1. März 2026: Veröffentlichung des Konzern-Geschäftsberichts 2025
    1. Mai 2026: Ergebnisse Q1 2026
    1. Mai 2026: Hauptversammlung
    1. August 2026: Ergebnisse Q2 2026
    1. November 2026: Ergebnisse Q3 2026

Für die Bewertung der Eigenständigkeitsstrategie werden insbesondere die Jahreszahlen und der Ausblick entscheidend sein. Sie zeigen, ob „Momentum 2028“ mehr ist als ein Programmtitel.

Aktienrückkauf stützt Eigenständigkeits-Story

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist bereits umgesetzt: Im Dezember 2025 schloss die Bank ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund einer Milliarde Euro ab. Die Rückführung von Kapital an die Aktionäre signalisiert, dass das Management vom eigenen Kurs überzeugt ist und Wertsteigerung aus eigener Kraft in den Vordergrund stellt.

Charttechnisch liegt die Aktie mit 35,15 Euro in der Nähe des 50‑Tage-Durchschnitts (35,33 Euro) und gut 10 Prozent über der 200‑Tage-Linie (31,84 Euro. Gleichzeitig deutet der RSI von 45,6 auf keinen überhitzten Markt hin. Die starke Erholung der vergangenen zwölf Monate – ein Plus von über 90 Prozent – trifft damit aktuell auf eine Phase leichter Konsolidierung.

Fazit: Politische Rückendeckung, operative Bewährungsprobe

Unterm Strich ist die Ausgangslage klar umrissen: Die Bundesregierung blockiert ein unfreundliches Vorgehen von UniCredit, während die Italiener ihren Anteil weiter hochgefahren haben. Die Commerzbank setzt gezielt auf Eigenständigkeit – untermauert durch das Programm „Momentum 2028“ und einen milliardenschweren Aktienrückkauf.

Die eigentliche Bewährungsprobe folgt nun mit den Jahreszahlen am 11. Februar 2026. Gelingt es, ambitionierte Ziele und robuste Kennzahlen zu verbinden, stärkt das die Position im Übernahmepoker deutlich. Fallen die Ergebnisse dagegen schwächer aus, würde der Druck aus Mailand und vom Kapitalmarkt wieder spürbar zunehmen.

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