Commerzbank: Formelles Gebot am 5. Mai 2026

Italienische Großbank startet am 5. Mai 2026 das offizielle Übernahmeangebot für die Commerzbank per Aktientausch.

Die Kernpunkte:
  • Offizielles Angebot am 5. Mai 2026
  • Reiner Aktientausch im Volumen von 35 Milliarden Euro
  • Commerzbank-Führung und Berlin lehnen Deal ab
  • Rund 7.000 Stellenstreichungen in Deutschland geplant

Andrea Orcel macht Ernst. Der Chef der italienischen UniCredit hat den Fahrplan für die geplante Commerzbank-Übernahme festgezurrt. Am 5. Mai 2026 soll das formelle Angebot auf den Tisch kommen. Damit erreicht das seit Herbst 2024 schwelende Ringen seinen vorläufigen Höhepunkt.

Aktientausch trifft auf Ablehnung

Die Italiener planen einen reinen Aktientausch. Aktionäre der Commerzbank sollen 0,485 neue UniCredit-Papiere je Anteilsschein erhalten. Das entspricht einem Volumen von rund 35 Milliarden Euro. UniCredit kontrolliert bereits über 29 Prozent der Frankfurter Bank.

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Ein Rückzieher ist für Orcel keine Option. Er hält sich in Gesprächen lediglich die Tür für bessere Konditionen offen. Das Frankfurter Management blockiert derweil. Laut Orcel verweigert die Commerzbank-Führung seit 18 Monaten jeden konstruktiven Dialog. Auch die Bundesregierung lehnt den Deal ab. Berlin hält noch immer zwölf Prozent an der Bank.

Jobabbau und starker Kurslauf

Hinter der Offerte steht der Plan „Commerzbank Unlocked“. UniCredit will ihre Macht in Deutschland und Polen massiv ausbauen. Die polnische mBank spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Zeche zahlen voraussichtlich die Mitarbeiter. Kurz gesagt: ein harter Schnitt. Orcel rechnet mit dem Wegfall von rund 7.000 Vollzeitstellen in Deutschland. Das Ziel sei laut dem CEO aber langfristige Wertschöpfung. Die fusionierte Bank soll im globalen Wettbewerb besser gegen US-Institute bestehen.

An der Börse sorgt das Thema für reichlich Bewegung. Die Commerzbank-Aktie kletterte auf Monatssicht um gut 17 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 35,45 Euro. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 79 eine heiß gelaufene Aktie. Anleger preisen den Deal offenbar zunehmend ein.

Die nächsten Schritte sind klar definiert. Am 4. Mai 2026 stimmen die UniCredit-Aktionäre über die nötige Kapitalerhöhung ab. Einen Tag später startet die geplante Annahmefrist. Fällt das Votum im Sommer positiv aus, ziehen sich die regulatorischen Prüfungen hin. Ein endgültiger Abschluss der Transaktion wird frühestens für 2027 erwartet.

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