Commerzbank: Was der mögliche Rauswurf aus dem DAX bedeutet?

Gerade feierte der deutsche Leitindex DAX seinen 30-jährigen Geburtstag. Und auch die Commerzbank konnte als eine von den zwei noch enthaltenen Banken mitfeiern. Schließlich war das Kreditinstitut seit Anfang an im Index dabei. Doch das könnte bald Geschichte sein.

Denn Anfang September steht die nächste Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung des Deutschen Börsenbarometers an. Und da gilt die Commerzbank inzwischen als einer der größten Wackelkandidaten. Denn ein anderer Wert drängt heftig in den Leitindex und zeigt dabei nicht nur in den wichtigen Ranglisten bessere Ergebnisse als Commerzbank, sondern auch in der grundsätzlichen volkswirtschaftlichen Bedeutung.

Wird Commerzbank durch Wirecard abgelöst?

Der Zahlungsdienstleister Wirecard wird als heißester Aspirant auf einen Platz im DAX gehandelt. Bei der jüngsten Index-Entscheidung blieb Wirecard noch außen vor. Doch das auch nur, weil das Unternehmen nicht die Bedingungen der sogenannten Fast-Entry Regel erfüllte. Im September sieht das anders aus. Die Deutsche Börse AG würde damit auch der geradezu dramatischen Veränderung in der Finanzwirtschaft Rechnung tragen. Denn klassische Banken verlieren gegenüber Fintech-Unternehmen und alternativen Zahlungsdienstleistern immer mehr Boden in ihrem angestammten Geschäft. Und das trifft auch auf die Commerzbank zu.

Abkehr der institutionellen Investoren?

Für das Kreditinstitut wäre ein Rauswurf aus dem DAX natürlich nicht nur ein hoher Reputationsverlust. Auch bei den sicherlich noch kommenden Kapitalmaßnahmen hätte man dabei einen schwereren Stand. Denn viele institutionelle Investoren, insbesondere große Fonds, orientieren sich hauptsächlich an den Blue Chips aus dem DAX und kümmern sich weniger um Nebenwerte. Und da zählt selbst der MDAX dazu, in dem die Commerzbank dann sehr wahrscheinlich landen würde.

Neues Jahrestief

Für die weitere Kursentwicklung der Commerzbank lässt das wenig Gutes ahnen. Erst in den vergangenen Tagen hatte die Aktie bei knapp unter 8,00 Euro ein neues 12-Monats-Tief markiert. Davon konnte man sich zwar zuletzt wieder etwas lösen. Aber nach Trendwende schaut das weiterhin nicht aus.

Folgt aus dem Absturz aber womöglich ein Comeback?

Immerhin gibt es eine kleine Hoffnung: Wenn die Bank im MDAX gelandet ist, könnte das für die Aktie am Ende sogar zum Vorteil werden, da in den Nebenwerten durchaus andere Marktkräfte wirken. Zumindest wäre die Commerzbank nicht das erste Unternehmen, das in der zweiten Reihe eine deutlich bessere Performance abliefern kann als im D

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