Commerzbank: Wird aus dem Aufbruch ein Abbruch?

Die Commerzbank befindet sich wie der (noch) größere Wettbewerber Deutsche Bank faktisch im freien Fall am Aktienmarkt. Was zu einem Großteil mit dem Italien-Chaos zu erklären ist.

Das Hin und Her der dortigen Regierungsbildung mit dem Risiko, dass Italien nicht nur zu einem zweiten Griechenland wird, sondern womöglich auch die Eurozone sprengt, treibt die Anleger aus der Bank-Aktie.

Negative Folgen der Sparrunden!

Doch auch die Commerzbank selbst liefert derzeit kaum eigene Argumente, um an der Aktie festzuhalten. Nachdem im vergangenen Jahr die angekündigten Sparrunden an der Börse viel Beifall fanden, zeigen sich mittlerweile die negativen Folgen. Wir selbst haben mit Mitarbeitern gesprochen, die den umfangreichen Stellenabbau geradezu als Demotivations-Programm verstehen. Das schlimmste dabei: Anscheinend verlassen hauptsächlich Talente die Bank. Wie unter diesen Prämissen die Wachstumsziele erreicht werden sollen, scheint fraglich.

Wachstumsziel wackelt!

So zweifeln immer mehr Investoren und Analysten daran, dass die Commerzbank bis 2020 ihre Erträge auf mehr als 9,8 Milliarden Euro steigern kann. Dabei scheinen die größten Sorgen und Risiken im Firmenkundengeschäft zu liegen. Das alles spiegelt sich auch in der Aktie wider.

Commerzbank könnte noch tiefer fallen!

Das Problem dabei: Aus der Charttechnik heraus wäre noch viel Platz nach unten. Zwar gibt es eine leichte Unterstützungszone im Bereich von 8,60 Euro/8,70 Euro. Doch diese stammt bereits aus dem Jahr 2016. So ist gut vorstellbar, dass sich der Wert bei einer weiterhin negativen Presse sowie einer Verschärfung des Italien-Risikos am Ende sogar bei 7 Euro wiederfindet.

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