Constellation Energy Aktie: Google-Deal knallt rein!
Constellation investiert mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar in Reaktormodernisierungen und vereinbart weitere Strom- und Technologieverträge mit Google.

- Google-Vertrag läuft über 20 Jahre
- 890 Megawatt zusätzliche Kapazität geplant
- Mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar Investitionen vorgesehen
- Aktie steigt im deutschen Handel um 5,9 Prozent
Google sichert sich in einem milliardenschweren Schritt langfristige Kernenergiekapazitäten für seine Rechenzentren. Constellation Energy kündigte heute eine 20-jährige Stromabnahmevereinbarung mit dem Technologiekonzern an, die umfassende Modernisierungen an elf Reaktorblöcken vorsieht. Am Markt sorgt die Nachricht für deutlichen Rückenwind: Im deutschen Handel klettert der Kurs des US-Energieversorgers heute um 5,9 Prozent auf 253,00 Euro.
Milliardeninvestitionen in elf Reaktorblöcke
Das Vorhaben soll über gezielte Leistungssteigerungen an bestehenden Kraftwerken in Illinois, Pennsylvania und New Jersey insgesamt 890 Megawatt zusätzliche Kapazität für das regionale PJM-Netz erschließen. Dafür plant Constellation eigene Investitionen von mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar. Die erste Stromeinspeisung wird für 2028 erwartet, ehe sämtliche Modernisierungen vor dem Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein sollen.
Die Arbeiten sichern nach Unternehmensangaben rund 4.400 bestehende Arbeitsplätze ab und schaffen während der Bauphase etwa 7.200 neue Stellen. Für das PJM-Netz, das rund 67 Millionen Menschen in den USA versorgt, bedeutet die Vereinbarung eine spürbare Erweiterung grundlastfähiger Erzeugung ohne den zeitaufwendigen Neubau kompletter Reaktoren.
Der massive Ausbau künstlicher Intelligenz veranlasst Technologiekonzerne zunehmend dazu, sich CO₂-freie und unterbrechungsfreie Energie direkt über langfristige Verträge zu sichern. Kernkraftwerke liefern dabei die von Rechenzentren benötigte permanente Bandbreite, die wetterabhängige erneuerbare Quellen allein nicht durchgehend garantieren können.
Ergänzende Verträge und Technologiekooperation
Neben dem Ausbau der nuklearen Erzeugung einigten sich Google und der Versorger auf einen weiteren Kontrakt: Ein separater, 15-jähriger Energievertrag umfasst 2.700 Megawatt aus bereits bestehenden PJM-Anlagen. Parallel dazu vereinbarten beide Unternehmen eine auf fünf Jahre ausgelegte Technologiepartnerschaft.
Im Rahmen dieser Kooperation setzt Constellation Lösungen von Google Cloud und Gemini Enterprise ein, um die Kapazitätsplanung, die Bauabwicklung sowie die operative Anlagenoptimierung zu unterstützen. Zugleich beinhaltet das Abkommen Mechanismen zur Laststeuerung und Nachfrageflexibilität, um das Verbundnetz bei Spitzenbelastungen zu stabilisieren. Beide Seiten prüfen zudem gemeinsame Projekte für Batteriespeicher und Demand Response.
Tech-Riesen sichern sich Atomstromflotte
Der Vertrag mit Google reiht sich in eine Serie großvolumiger Abschlüsse ein, die Constellation in den vergangenen Monaten mit Technologiekonzernen besiegelt hat.
Erst vor wenigen Tagen vereinbarte Amazon den Bezug von 690 Megawatt, der an Investitionen in das Kernkraftwerk Calvert Cliffs in Maryland gekoppelt ist. Zudem besteht eine langfristige Abnahmevereinbarung mit Microsoft zur geplanten Wiederinbetriebnahme des Standorts Three Mile Island in Pennsylvania.
Carly Davenport, Analystin bei Goldman Sachs, bezeichnete die wachsende Zahl dieser Tech-Verträge unlängst als branchenweit richtungsweisend für den Nuklearsektor.
Da neue Reaktorkonzepte wie kleine modulare Anlagen nach Einschätzung des Analysehauses erst in den 2030er Jahren im kommerziellen Maßstab einsatzbereit sein dürften, erweisen sich bestehende nukleare Flotten aktuell als der entscheidende Hebel zur Deckung des rasant wachsenden Strombedarfs.
Stand heute, 6. Oktober: Constellation Energy – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Constellation Energy investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




