Continental-Aktie auf neuem Tief

Doch zum Jahresende hofft der Autozulieferer auf einen starken Endspurt. Der Umsatz zog bereits um 3,8 % auf circa 9,98 Mrd. Euro an. Dr. Elmar Degenhart, Continental-Vorstandsvorsitzender, erklärte: „In unserem Automobilgeschäft hat das Umsatzwachstum im dritten Quartal weiter an Fahrt aufgenommen. Mit einem organischen Wachstum von mehr als 6 % sind wir mit unseren Lösungen für sicheres, effizientes und intelligentes Fahren erneut schneller gewachsen als der Markt.“

© Continental
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Am 17. Oktober hatte Continental seine Gewinnprognose wegen einer Reihe von Problemen gesenkt. Heute meldeten die Hannoveraner zum dritten Quartal erneut einen starken Einbruch des Konzernumsatzes. Das EBIT brach um 39,8 % auf 645,2 Mio. Euro ein. Denn auch das dritte Quartal wurde von einzelnen Sonderbelastungen geprägt, die sich negativ auf das Ergebnis auswirkten.

Continental mit hohen Rechtsrisiken

Gewährleistungsfälle und laufende Kartellverfahren belasten. So soll Conti mit Bosch Preise abgesprochen haben, was zu Strafen in Millionenhöhe führen könnte. Höhere Forschungs- und Entwicklungskosten bringen für das Jahr ebenfalls einen negativen Effekt. Bei den drei Automotive-Divisionen wird mit einem Verlust in Höhe von etwa 480 Mio. Euro gerechnet. Im dritten Quartal allein zogen diese Sachverhalte das Ergebnis der Automotive Group mit 450 Mio. Euro in den Keller.

Obwohl die Anleger bereits seit Oktober von dem reduzierten Konzernumsatz wussten, stuften sie das Ergebnis von heute als enttäuschend ein. Die Continental-Aktie ging kräftig nach unten und markierte ein neues 52-Wochen-Tief.

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