Continental erhöht die Prognose – Börse in Feierlaune

Ein gutes Geschäft im vergangenen Halbjahr war Grund genug für den Vorstand von Continental, die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr anzuheben.

 

© Continental
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Nach einer bisherigen Zielmarke der EBIT-Marge von mehr als 10,5% will Continental jetzt rund 11% erreichen. Auch der Free Cashflow vor Akquisitionen soll auf mindestens 1,8 Mrd. Euro steigen, nachdem zuvor die Zielmarke bei 1,5 Mrd. Euro lag.

 

Halbjahr mit Umsatz- und Ergebniszuwachs

Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 15,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 19,6 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis, welches den Anteilseignern zugerechnet wird, lag mit mehr als 1,4 Mrd. Euro um 11,1% über dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Damit stieg auch das Ergebnis je Aktie von 6,52 Euro im Vorjahr auf 7,24 Euro.

Das EBIT kletterte um 19,4% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf mehr als 2,1 Mrd. Euro. Damit lag die entsprechende Marge bei 11% nach 10,7% im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte EBIT verzeichnete einen Anstieg um 17,6% auf 2,3 Mrd. Euro. Die entsprechende Marge lag bei 12,2% nach 11,6% im Vorjahreszeitraum.

 

Vorzeitige Rückzahlung der Dollar-Anleihe

Die finanzielle Lage von Continental ist stabil. Die Akquisitionen von Veyance Technologies und Elektrobit Automotive GmbH neben der Dividendenzahlung wurden vom Konzern aus eigenen Mitteln und bereits vorhandenen Kreditzusagen finanziert.

Die US-Anleihe mit einem Volumen von 950 Mio. Dollar will Continental im September dieses Jahres und damit vier Jahre vor Laufzeitende zurückzahlen. Grund hierfür sind derzeit weitaus günstigere Finanzierungsalternativen. Welche genau der Konzern künftig wählt, will man in den kommenden Wochen entscheiden.

 

Übernahmen belasten Budget

Die Nettofinanzschulden erwartet Continental für das Jahresende bei unter 4 Mrd. Euro. Zum Ende des 1. Halbjahres lagen die Nettofinanzschulden bei 4,2 Mrd. Euro und damit um 37 Mio. Euro unter denen im Vorjahreszeitraum. Verglichen mit denen zum Ende 2014 lag dieser Wert jetzt höher, was aber vor allem durch den Kauf von Veyance Technolgies bedingt war.

In der Summe verfügte Continental über Liquiditätsmittel in Höhe von 6,4 Mrd. Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus 2,3 Mrd. Euro an flüssigen Mitteln und 4,1 Mrd. Euro an zugesagten und ungenutzten Kreditlinien.

Der Zinsaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Mio. Euro verringert werden und lag bei 178 Mio. Euro. Damit reduzierte sich das negative Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 42 Mio. Euro auf 99 Mio. Euro. Trotz der geplanten vorzeitigen Rückzahlung der Dollar-Anleihe rechnet Continental für dieses Jahr mit einem weiterhin negativen Zinsergebnis von rund 300 Mio. Euro.

 

Investitionen in die Zukunft

Investitionen schlugen im 1. Halbjahr mit insgesamt 816 Mio. Euro zu Buche. Vorwiegend wurde in Sachanlagen und Software investiert. Zugleich erhöhte sich der Aufwand für Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,7% auf 1,3 Mrd. Euro. Auch die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 19.000 gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres.

 

Aktie von Continental zieht an

Die Börse feiert. Insgesamt stiegen die Papiere von Continental heute bereits um knapp 5% und notieren derzeit bei 215,30 Euro. Damit ist ein guter Anfang gemacht.

150804 Continental

Ein Grund sind sicher die gemeldeten Zahlen. Unterstützt wird dieser Anstieg aber sicher auch aufgrund positiver Analysteneinschätzungen. So hatten beispielsweise Analysten der DZ Bank ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 231,00 Euro bestätigt, zumal die Quartalszahlen von Continental Konsensschätzungen deutlich übertroffen hatten.

Richtig interessant wird es, wenn die Aktie die Marke bei 220,00 Euro durchbrechen kann, dann wäre der Weg bis 225,00 Euro erst einmal frei.

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