Continental setzt die Zielmarke hoch

Continental veröffentlichte heute die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres. Trotz schwieriger Bedingungen im Umfeld des Konzerns gelang es, auch das dritte Quartal mit einem soliden Ergebnis abzuschließen. Durch Wachstum in Europa und Nordamerika konnten die Folgen des rückläufigen Industriegeschäftes und das sich verlangsamende Wachstum in der PKW-Produktion in China kompensiert werden.

 

© Continental
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Umsatz und Ergebnis weiter gesteigert

Insgesamt erreichte Continental eine Steigerung um 14,2% auf 29,2 Mrd. Euro beim Umsatz. Das Konzernergebnis, welches den Anteilseignern zugerechnet wird, erhöhte sich um 15,9% auf 2,1 Mrd. Euro. Damit wurde das Ergebnis je Aktie deutlich von 8,99 Euro im Vorjahreszeitraum auf 10,42 Euro erhöht.

Eine deutliche Steigerung gab es beim operativen Konzernergebnis. Hier ging es um 30,6% auf 3,2 Mrd. Euro aufwärts. Die EBIT-Marge lag bei 10,9% nach 9,6% im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT kletterte um 15,6% auf 3,4 Mrd. Euro und die entsprechend Marge stieg von zuvor 11,4% auf 12%.

 

Continental hat noch Reserven

Der Free Cashflow vor Akquisitionen stieg deutlich um 473 Mio. Euro auf mehr als 1,5 Mrd. Euro. Für die Übernahmen von Veyance Technologies und Elektrobit Automobtive verzeichnete Continental Abflüsse von 1,2 Mrd. Euro. Dennoch lag der Free Cashflow nach den ersten neun Monaten bei 316 Mio. Euro.

Die Nettofinanzschulden beliefen sich per Ende September auf 4,3 Mrd. Euro, eine Steigerung um 370 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Per Ende September lagen die Liquiditätsreserven bei 5 Mrd. Euro. Hiervon sind 1,8 Mrd. Euro an flüssigen Mitteln vorhanden und 3,2 Mrd. Euro an zugesagten, ungenutzten Kreditlinien.

 

Anhebung der Prognose

Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand von Continental das Ziel, einen Umsatz von mehr als 39 Mrd. Euro zu erreichen. Die EBIT-Marge soll jetzt mehr als 11% betragen, nachdem man bisher von rund 11% ausgegangen war. Auch die Erwartungen für den Free Cashflow vor Akquisitionen hob der Konzern an. Ging man bisher von mindestens 1,8 Mrd. Euro aus, sollen es jetzt mehr als 2 Mrd. Euro werden.

 

Aktie mit leichten Verlusten

Die Aktie von Continental kam mit Bekanntwerden des VW-Abgasskandals ebenfalls unter die Räder. Nach Tiefstkursen von 171,30 Euro konnten sich die Papiere jedoch am vergangenen Freitag wieder bis auf 225,80 Euro nach oben arbeiten.

Vorbörslich startete die Aktie von Continental jedoch heute mit Verlusten von teilweise bis zu 1,4%. Anleger zeigten sich von den guten Ergebnissen in den ersten neun Monaten dennoch enttäuscht. Daran änderte auch die Anhebung für die operative Gewinnmarge nicht viel, da die Erwartungen des Marktes bereits bei 11,6% im Vorfeld gelegen hatten.

151109 Continental

Analysten sind dagegen in der Mehrheit einig und empfehlen die Papiere von Continental weiter zum Kauf. Auch wenn damit zu rechnen ist, dass einige Anleger heute ihre Gewinne mitnehmen werden, so raten wir zum weiteren Halten der Aktie.

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