CoreWeave Aktie: 99,4 Milliarden Dollar Auftragsbestand stützen Expansion

Alphabet und Blackstone investieren fünf Milliarden Dollar in eine KI-Cloud-Konkurrenz für CoreWeave. Der Wettbewerb verschärft sich.

Die Kernpunkte:
  • Fünf Milliarden Dollar Investition
  • Ziel: 500 Megawatt KI-Kapazität
  • CoreWeave mit Milliarden-Auftragsbestand
  • Aktie reagiert mit Kursverlusten

CoreWeave bekommt mächtige Konkurrenz im Markt für spezialisierte KI-Clouds. Ein neues Bündnis aus Alphabet und dem Finanzriesen Blackstone plant einen Angriff auf den Sektor der sogenannten Neoclouds. Das Ziel der Partnerschaft ist es, die Dominanz von CoreWeave und der Nebius Group zu brechen.

Die Partner investieren fünf Milliarden US-Dollar in ein gemeinsames Unternehmen. Bis zum nächsten Jahr wollen sie eine Kapazität von 500 Megawatt für Googles eigene KI-Chips aufbauen. Blackstone liefert das Kapital, Alphabet die Technologie.

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Branchenkenner sehen darin eine ernsthafte Gefahr für die bisherigen Marktführer. Bisher profitierte CoreWeave von hohen Preisen für spezialisierte Rechenleistung. Die schiere Größe des neuen Konkurrenten könnte diese Margen nun unter Druck setzen.

CoreWeave hält mit massiver Expansion dagegen. Das Unternehmen betreibt bereits Anlagen mit einer Leistung von einem Gigawatt. Weitere 3,5 Gigawatt befinden sich fest in der Planung.

Die finanzielle Last dieser Strategie ist gewaltig. Allein im ersten Halbjahr 2026 sammelte das Unternehmen über 20 Milliarden US-Dollar an Kapital ein. Die Schuldenlast ist hoch, wird aber durch langfristige Verträge abgesichert.

Der Auftragsbestand liegt bei beeindruckenden 99,4 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 plant das Management Investitionen von über 31 Milliarden US-Dollar. Hohe Zinszahlungen belasten indes die Bilanz.

Die Aktie reagiert nervös auf die neue Wettbewerbslage. Aktuell notiert das Papier bei 92,59 Euro, was einem Tagesminus von 1,1 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein sattes Plus von rund 36 Prozent zu Buche.

Mit einer annualisierten Volatilität von 121 Prozent bleibt der Titel extrem schwankungsanfällig. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert derweil mit einem Wert von 71,1 eine kurzfristige Überhitzung.

Das Management setzt nun verstärkt auf Effizienz. CoreWeave will künftig mehr KI-Inferenz-Dienste anbieten, da diese eine höhere Auslastung der 43 Rechenzentren versprechen. Ende Mai wird der Vorstand auf der Jefferies-Konferenz erklären, wie er auf den Angriff von Google reagiert.

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