CoreWeave Aktie: 99,4 Milliarden Dollar Auftragsbestand
Der KI-Cloud-Anbieter CoreWeave wird in den Nasdaq-100 aufgenommen und verbucht trotz hoher Schulden ein starkes Umsatzwachstum.

- Einstieg in den Nasdaq-100 Index
- Milliardenschwere Anleihen für KI-Infrastruktur
- Umsatzsprung auf über zwei Milliarden Dollar
- Hohe Volatilität von 77 Prozent
CoreWeave erreicht diese Woche einen Meilenstein. Der KI-Cloud-Spezialist wird am 22. Juni in den Nasdaq-100-Index aufgenommen. Ein Sprungbrett für mehr Sichtbarkeit – und institutionelle Nachfrage.
Die Aktie notierte am Freitag bei 100,08 Euro, ein Minus von 2,82 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Plus von knapp 15 Prozent. Seit Jahresbeginn legte der Titel um 47,6 Prozent zu. Kein Wunder: Der Index-Einstieg hat Käufer angezogen.
Milliardenschwere Schulden für den Ausbau
Vor dem Nasdaq-Debüt hat CoreWeave seine Kapitalstruktur gestrafft. Das Unternehmen platzierte Anleihen über 1,25 Milliarden Dollar mit einem Kupon von 9,625 Prozent. Parallel dazu kamen 2 Milliarden Euro zu 8,5 Prozent – beide Tranchen laufen bis 2032.
Das Geld fließt in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Der Gesamtauftragsbestand liegt bei 99,4 Milliarden Dollar. Ein Signal, wie stark die Nachfrage nach Rechenkapazität für KI-Modelle bleibt.
Verluste trotz Umsatzwachstum
Im ersten Quartal 2026 erzielte CoreWeave einen Umsatz von 2,08 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag bei 1,16 Milliarden Dollar. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 740 Millionen Dollar.
Die Bilanz zeigt: kurzfristige Verbindlichkeiten von 7,55 Milliarden Dollar, langfristige Schulden von 17,31 Milliarden Dollar. Der Expansionskurs kostet – und die Kapitalmärkte finanzieren ihn.
Volatiles Spiel mit hohem Tempo
Die Aktie handelt 12,6 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt und 17,6 Prozent über der 200-Tage-Linie. Das 52-Wochen-Hoch von 159,65 Euro liegt 37 Prozent über dem aktuellen Kurs. Das Tief bei 54,20 Euro ist Geschichte.
Die annualisierte Volatilität von 77 Prozent zeigt: CoreWeave bleibt ein Nervenspiel. Mit dem Nasdaq-100-Eintritt steigt die institutionelle Nachfrage – und die Kursschwankungen könnten dennoch hoch bleiben. Die Anleiheinvestoren haben sich mit 9,6 Prozent Zins jedenfalls gut absichern lassen.
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