CoreWeave Aktie: Bis zu 9 Milliarden CapEx

CoreWeave präsentiert am Dienstag Q2-Zahlen: Analysten erwarten einen Umsatzsprung auf 2,56 Mrd. Dollar, während hohe Investitionen weiterhin Verluste verursachen.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose: 2,56 Mrd. Dollar
  • Verluste je Aktie erwartet
  • Investitionen: 7-9 Mrd. Dollar
  • Neues Rechenzentrum in Indonesien

Der KI-Infrastruktur-Spezialist CoreWeave steht am morgigen Dienstag vor einer wegweisenden Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Anleger blicken mit hohen Erwartungen auf die Zahlen, da das Unternehmen als einer der zentralen Profiteure des anhaltenden Booms bei Künstlicher Intelligenz gilt.

Analysten prognostizieren einen massiven Umsatzsprung auf rund 2,56 Milliarden US-Dollar. Dies würde eine Steigerung von mehr als 110 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeuten. Die Aktie notiert am heutigen Montag bei 79,85 Euro und verzeichnete einen Zuwachs von 1,84 Prozent.

Analysten erwarten milliardenschwere Investitionen

Trotz des rasanten Umsatzwachstums bleibt die Profitabilität eine Herausforderung für das stark expandierende Unternehmen. Experten rechnen für das abgelaufene Quartal mit einem Verlust je Aktie in einer Spanne von 1,21 bis 1,42 US-Dollar. Die hohen Verluste sind primär auf die gewaltigen Investitionsausgaben zurückzuführen, die für den Aufbau der Cloud-Infrastruktur notwendig sind.

Laut Medienberichten werden die Investitionen (CapEx) für das zweite Quartal auf 7 bis 9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein die Zinsaufwendungen für die Finanzierung dieses Wachstums könnten sich auf bis zu 730 Millionen US-Dollar belaufen.

Die Marktstimmung bleibt dennoch überwiegend positiv. Von insgesamt 38 Analysten wird das Papier im Durchschnitt mit „Moderate Buy“ bewertet, wobei 23 Experten eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liegt bei 136,67 US-Dollar. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 24,77 Prozent zulegen, was das Vertrauen der Investoren in die langfristige Strategie widerspiegelt.

Globale Expansion und neue Großkunden

Parallel zur finanziellen Skalierung treibt CoreWeave seine geografische Präsenz voran. Das Unternehmen kündigte jüngst den Bau seines ersten Rechenzentrums im asiatisch-pazifischen Raum an, wobei Indonesien als strategischer Standort ausgewählt wurde. Zudem festigt der Konzern seine Stellung im institutionellen Bereich.

Der globale Technologie-Handelsriese IMC hat beschlossen, seine Nutzung der KI-Cloud-Infrastruktur von CoreWeave deutlich auszuweiten. IMC nutzt die Cluster des Anbieters bereits seit dem vergangenen Jahr für Produktionszwecke und plant nun, die Kapazitäten für komplexe Forschungsanwendungen massiv zu steigern.

Strategische Positionierung im KI-Ökosystem

CoreWeave profitiert von einem Trend, bei dem große Technologiekonzerne wie Microsoft oder Meta Teile der Risiken beim Bau von Rechenzentren auf spezialisierte Anbieter auslagern.

In einem Bericht von The Motley Fool wurde zuletzt darauf verwiesen, dass CoreWeave auf einem beeindruckenden Auftragsbestand von knapp 99,4 Milliarden US-Dollar sitzt. Diese langfristigen Verträge dienen als Sicherheit für die Aufnahme weiterer Milliardenkredite, mit denen der Hunger nach Grafikprozessoren gestillt wird.

In der Vergangenheit zeigte sich das Management auch bei Übernahmen ambitioniert, scheiterte jedoch im Oktober 2025 mit einem rund 9 Milliarden US-Dollar schweren Angebot für Core Scientific, da dessen Aktionäre die Offerte ablehnten. Heute konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf Partnerschaften.

Durch Bestplatzierungen in relevanten Leistungsvergleichen für KI-Infrastruktur konnte sich der Konzern als leistungsfähige Alternative zu den etablierten Hyperscalern etablieren, was die Basis für die für das dritte Quartal erwarteten Umsätze von bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar bildet.

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