CoreWeave Aktie: Führungsriege verkauft Steuerpakete

Nach RSU-Freigaben veräußerten sechs Führungskräfte CoreWeave-Aktien; Analysten bewerten die Aktie überwiegend positiv.

Die Kernpunkte:
  • Verkäufe folgten auf RSU-Freigaben
  • CEO Intrator veräußerte 78.552 Aktien
  • Manager erhielten teils über 120.000 Aktien
  • Analystenkursziele reichen von 115 bis 250 Dollar

Gleich sechs Topmanager von CoreWeave haben zum Quartalsende Aktien verkauft. Was nach einem Insider-Exodus klingt, ist in Wahrheit Routine: Die Verkäufe dienten der Begleichung von Steuerschulden nach der Freigabe von Aktienpaketen.

Verkäufe nach RSU-Freigabe

Am 30. September 2026 wurden bei den Führungskräften Restricted Stock Units fällig. Die Papiere wurden in Class-A-Aktien umgewandelt, ein Teil ging zur Deckung der Steuerpflichten direkt wieder in den Verkauf. Der Preis lag bei 87,69 Dollar je Aktie.

Den größten Posten verkaufte CEO Michael Intrator mit 78.552 Aktien im Wert von rund 6,9 Millionen Dollar. Im selben Zug erhielt er mehr als 140.000 Aktien aus RSU-Freigaben.

Strategiechef Brian Venturo trennte sich von 65.616 Aktien (rund 5,75 Millionen Dollar), Entwicklungschef Brannin McBee von 56.531 Aktien (rund 4,96 Millionen Dollar).

Bei den übrigen Managern fielen die Beträge winzig aus. COO Sachin Jain, Finanzchef Nitin Agrawal und Chefjuristin Kristen McVeety verkauften jeweils nur vier oder fünf Aktien, also Beträge von wenigen hundert Dollar. Agrawal und McVeety erhielten dagegen jeweils mehr als 120.000 Aktien aus der Freigabe.

Unterm Strich wachsen die Bestände. Intrator hält direkt nun 548.935 Aktien, dazu kommen Hunderttausende noch nicht freigegebene Einheiten. Die Meldungen deuten somit eher auf Vergütungsmechanik als auf Skepsis hin.

Aktie unter Höchstständen, Analysten überwiegend positiv

Die Aktie schloss zuletzt bei 89,62 Dollar, ein Plus von gut einem Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Gewinn von rund 25 Prozent zu Buche. Vom Hoch bei 153,20 Dollar liegt der Titel allerdings noch etwa 42 Prozent entfernt. Der Börsenwert beträgt etwa 48,9 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs in den vergangenen zwölf Monaten um 115 Prozent. Das Unternehmen ist weiterhin unprofitabel und trägt hohe Schulden.

Die Analysten sehen überwiegend Luft nach oben, nach dem Anwenderkongress Fully Connected sogar deutlicher:

  • Rosenblatt: Kaufen, Ziel 250 Dollar, Verweis auf Preismacht nach einer Preiserhöhung um rund zehn Prozent
  • Cantor Fitzgerald: Overweight, Ziel 176 Dollar, Nachfrage übersteige die Kapazität um das Zehnfache
  • Truist: Kaufen, Ziel 165 Dollar, Fokus auf die Preisentwicklung
  • Freedom Capital: Kaufen, Ziel 151 Dollar, Spitzenplatz bei der Qualität verwalteter Cluster
  • Mizuho: Neutral, Ziel 115 Dollar, trotz Software-Updates und NVIDIAs Vera Rubin NVL72

Die Spanne von 115 bis 250 Dollar zeigt, wie unterschiedlich der Markt das Wachstumstempo gegen die Schuldenlast abwägt. Cantor knüpft sein Votum an das Ziel von acht Gigawatt Kapazität bis Ende des Jahrzehnts. Selbst das niedrigste Kursziel liegt rund 28 Prozent über dem aktuellen Kurs.

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