CoreWeave Aktie: NVIDIA investiert 1,77 Milliarden Dollar

NVIDIA und andere Großinvestoren stocken bei CoreWeave massiv auf. Ein Auftragsbestand von fast 100 Milliarden Dollar untermauert die Wachstumsstory des KI-Cloud-Anbieters.

Die Kernpunkte:
  • NVIDIA erhöht Beteiligung um 1,77 Milliarden Dollar
  • Auftragsbestand erreicht 99,4 Milliarden Dollar
  • Rechenleistung soll bis 2030 auf acht Gigawatt steigen
  • Technisches Golden Cross signalisiert Aufwärtstrend

Ein Umsatzrückstand von fast 100 Milliarden Dollar, NVIDIA als Großaktionär und ein technisches Kaufsignal— CoreWeave hat gerade einige starke Argumente auf seiner Seite. Allerdings notiert die Aktie noch immer knapp 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, und die annualisierte Volatilität von über 120 Prozent zeigt, wie nervös der Markt bei diesem Titel bleibt.

Institutionelle Rückendeckung auf breiter Front

Das auffälligste Signal kommt von NVIDIA. Der Chiphersteller baute seine Position im ersten Quartal 2026 um rund 22,9 Millionen Aktien aus— das geschätzte Investment übersteigt damit 1,77 Milliarden Dollar. Diese strategische Verflechtung zwischen Hardwarelieferant und Cloud-Abnehmer dürfte kein Zufall sein: CoreWeave ist einer der größten Abnehmer von NVIDIA-GPUs weltweit.

Vanguard und Goldman Sachs zogen nach. Vanguard erhöhte seine Beteiligung um mehr als 20 Millionen Aktien, Goldman Sachs fügte knapp 8,8 Millionen Anteile hinzu. Solche koordinierten institutionellen Zuflüsse wirken als Gegengewicht zu den Bedenken über das kapitalintensive Wachstumsmodell des Unternehmens.

Backlog und Kapazitätsausbau als Fundament

CoreWeave hat bestätigt, die aktive Rechenleistung auf über ein Gigawatt ausgebaut zu haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf mehr als acht Gigawatt steigen— ein ambitionierter Plan, der durch den Auftragsbestand gedeckt scheint. Zum Ende des ersten Quartals 2026 belief sich der Umsatzrückstand auf 99,4 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen positioniert sich dabei gezielt für den Wandel im KI-Markt: weg vom rechenintensiven Modelltraining, hin zu inferenzlastigen Unternehmensanwendungen. Der eigene Software-Stack soll dabei die Effizienz für Enterprise-Kunden optimieren.

Technische Signale und Insideraktivität

Charttechnisch hat sich ein sogenanntes „Golden Cross“ gebildet— der kurzfristige gleitende Durchschnitt kreuzt den langfristigen nach oben. Die Aktie notiert mit einem YTD-Plus von rund 28 Prozent und liegt gut neun Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 71 deutet auf überkaufte Bedingungen hin, was kurzfristig Gegenwind erzeugen könnte.

Am Optionsmarkt überwiegen die Bullen: 55 Prozent des Tagesvolumens von rund 170.000 Kontrakten entfielen auf Calls. Auffällig ist jedoch erhöhtes Interesse an Put-Optionen mit Basispreis 80 Dollar, die Ende Mai 2026 verfallen— ein Hinweis darauf, dass ein Teil der Marktteilnehmer Absicherungen gegen einen stärkeren Rücksetzer hält.

Indes meldete West Clay Capital LLC, ein mit dem Unternehmen verbundenes Vehikel, den geplanten Verkauf von rund 61.500 Aktien. Angesichts des gesamten Streubesitzes fiel die Marktreaktion darauf verhalten aus.

Das nächste konkrete Datum für frische Fundamentaldaten ist der nächste reguläre Quartalsbericht— bis dahin dürften Kapazitätsmeldungen und weitere Institutionsdaten die Kursdiskussion dominieren.

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