CoreWeave Aktie: Schweden-Deal mit Conapto

CoreWeave expandiert nach Skandinavien und erhält positive Analystenbewertung. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen, trotz anhaltender Herausforderungen.

Die Kernpunkte:
  • Einstieg in den skandinavischen Markt
  • Neue Rechenzentren in Stockholm
  • Analystenstart mit Kaufempfehlung
  • Umsatzwachstum bei anhaltenden Verlusten

Am Donnerstag ging es für CoreWeave merklich nach oben. Die Aktie des KI-Infrastrukturanbieters legte um gut fünf Prozent auf 92,43 Euro zu. Zwei Nachrichten gaben den Kurstreibstoff: der Einstieg in den skandinavischen Markt – und frische Analystenlob.

Ein neuer Stützpunkt in Stockholm

CoreWeave wächst weiter in Europa. Am 24. Juni gab das Unternehmen einen Co-Location-Vertrag mit Conapto bekannt. Das Ziel: die eigene KI-Cloud-Kapazität nach Schweden zu bringen. Zwei Rechenzentren in Stockholm sind Teil des Deals. Erste Kapazitäten sind bereits online.

Die Anlage setzt auf NVIDIA-Chips der Blackwell- und Vera-Rubin-Architektur. Dazu kommt Quantum-X800-Infiniband-Netzwerktechnik. Ein Detail sticht heraus: Der Betrieb läuft komplett mit erneuerbaren Energien. CoreWeave betreibt nun acht Standorte in Europa. Insgesamt hat das Unternehmen 3,5 Milliarden Dollar für den Kontinent eingeplant.

Analysten sehen Potenzial

Parallel zum Europa-Ausbau kam Rückenwind von der Wall Street. Rosenblatt Securities startete die Coverage mit einem klaren „Buy“ und einem ambitionierten Kursziel von 250 Dollar.

Analyst John McPeake nannte CoreWeave das „de facto Betriebssystem für KI“. Er verwies auf rund 50 Rechenzentren weltweit. Hinzu kommt ein milliardenschwerer Auftragsbestand: Berichten zufolge liegt er bei 100 Milliarden Dollar. Zu den Kunden zählen Schwergewichte wie Meta und Anthropic.

Kursentwicklung zwischen Hoffnung und Realität

Die jüngste Erholung fällt auf einen gemischten Chart zurück. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 36 Prozent zu Buche. Vom Zwölf-Monats-Hoch bei 143,50 Euro bleibt die Aktie aber noch 35 Prozent entfernt.

Die Geschäftszahlen zeigen das Dilemma des KI-Booms. Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz um 111 Prozent auf 2,08 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn je Aktie blieb mit minus 1,40 Dollar jedoch unter den Erwartungen. Die Investitionen in Hardware und Rechenzentren fressen die Erlöse derzeit noch auf.

Die Aktie notiert rund acht Prozent über ihrer 200-Tage-Linie. Das ist ein positives Signal. Der RSI von knapp 50 deutet indes auf eine neutrale Verfassung hin. Kein Wunder bei dieser Volatilität: annualisiert liegt sie bei fast 78 Prozent.

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