Coupang Aktie: Trump kauft für 130.000 Dollar
Neue Dokumente belegen 18 Aktientransaktionen von US-Präsident Trump mit Coupang. Der Konzern kämpft zudem mit einer Milliardenstrafe in Südkorea.

- 18 Transaktionen von Trump belegt
- Milliardenstrafe wegen Datenlecks
- Aktie steigt trotz politischer Spannungen
- Diplomatische Gespräche entscheiden über Kurs
Der südkoreanische E-Commerce-Riese Coupang gerät in ein geopolitisches Spannungsfeld. Neue Dokumente offenbaren umfangreiche Aktiengeschäfte von US-Präsident Donald Trump mit dem Unternehmen. Während die US-Regierung Druck auf Behörden in Seoul ausübt, werfen diese privaten Investments Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf.
Verflechtungen bis ins Oval Office
Berichte der Ethikbehörde OGE belegen 18 Transaktionen des Präsidenten innerhalb weniger Monate. Das Depot umfasst Anteile im Wert von bis zu 130.000 Dollar. Die Käufe erfolgten über einen externen Verwalter auf zwei verschiedenen Konten.
Die Trades fanden zwischen Ende 2025 und Mai 2026 statt. Die zeitliche Nähe einiger Transaktionen zu offiziellen US-Stellungnahmen sorgt für Kritik. Beobachter verweisen auf Berichte der US-Regierung, die das Vorgehen südkoreanischer Behörden gegen Coupang scharf verurteilten.
Die Verbindungen reichen über das Weiße Haus hinaus. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer und Unterstaatssekretär Hooker erhielten im Jahr 2024 Honorare von Coupang. Ein US-Ausschussbericht spricht derweil von einem koordinierten Angriff Seouls auf das Unternehmen.
Milliardenstrafe belastet das Verhältnis
Südkorea weist Vorwürfe einer Diskriminierung zurück. Sicherheitsberater Wi Sung-lac betonte am 6. Juli 2026 die Einhaltung rechtsstaatlicher Standards. Im Zentrum steht eine Rekordstrafe von umgerechnet rund 410 Millionen Euro.
Die dortige Wettbewerbsbehörde sanktionierte Coupang nach einem schweren Datenleck. Mutmaßlich waren 33 Millionen Nutzerkonten betroffen. Das Unternehmen hält dagegen und sieht nur einen Bruchteil der Daten gefährdet. Der diplomatische Streit belastet mittlerweile sogar Gespräche über militärische Kooperationen.
Kursrally trotz politischer Unruhe
An der Börse herrscht relative Ruhe. Die Coupang-Aktie notiert aktuell bei 16,39 Euro. Allein auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von gut 24 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von fast 18 Prozent in den Büchern. Um gegenzusteuern, investierte das Management im ersten Quartal 2026 rund 1,1 Millionen Dollar in Lobbyarbeit. Die Aktie handelt derzeit etwa 10 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Die weitere Kursentwicklung hängt an den diplomatischen Gesprächen zwischen Washington und Seoul. Auf der Agenda stehen neben Wirtschaftsfragen auch strategische Abkommen zu Atom-U-Booten und Energie. Das Schicksal der Milliardenstrafe entscheidet kurzfristig über die Stimmung der Investoren.
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