Covestro Aktie: Chancen verspielt?
Covestro meldet für das Abschiedsjahr 2025 einen hohen Verlust und sinkende Umsätze. Die Übernahme durch XRG ist fast abgeschlossen, der Squeeze-out für verbliebene Aktionäre steht bevor.

- Operativer Verlust von 644 Millionen Euro für 2025
- Umsatzrückgang um 8,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro
- XRG hält über 95 Prozent der Covestro-Anteile
- Squeeze-out-Beschluss für Minderheitsaktionäre geplant
Der Leverkusener Kunststoffkonzern verlässt die Börsenbühne mit einer tiefroten Bilanz. Während die Übernahme durch den ADNOC-Ableger XRG auf die Zielgerade einbiegt, offenbaren die Zahlen für 2025 die ganze Härte der Branchenkrise. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre stellt sich jetzt vor allem eine Frage: Wie hoch fällt die finale Abfindung aus?
Rote Zahlen zum Finale
Die Abschiedsvorstellung von Covestro fällt operativ düster aus. Das Geschäftsjahr 2025 war von sinkenden Verkaufspreisen und negativen Währungseffekten geprägt, was den Umsatz um 8,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro drückte. Noch drastischer traf es die Profitabilität: Das operative Ergebnis (EBITDA) brach um über 30 Prozent auf 740 Millionen Euro ein.
Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 644 Millionen Euro – eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresverlust. Die Konsequenz für Anleger ist strikt: Es wird keine Dividende geben. Diese operative Schwäche spiegelt die strukturellen Probleme der gesamten Chemiebranche wider, die unter Überkapazitäten und einer schwachen globalen Nachfrage leidet.
Der Squeeze-out steht bevor
Trotz der operativen Talfahrt notiert die Aktie mit 60,72 Euro weiterhin stabil in unmittelbarer Nähe ihres 52-Wochen-Hochs von 61,00 Euro. Der Grund für diese Abkopplung vom operativen Geschäft ist die Übernahmesituation: XRG hält mittlerweile über 95 Prozent der Anteile.
Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für einen sogenannten Squeeze-out erfüllt. Die verbliebenen Kleinaktionäre sollen gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. Der Börsenrückzug läuft bereits auf Hochtouren: Seit dem 5. Februar 2026 ist Covestro nicht mehr im streng regulierten Prime Standard, sondern nur noch im General Standard gelistet, was die Berichtspflichten deutlich reduziert.
Führungsetage geht von Bord
Parallel zum Börsenabschied formiert sich auch das Management neu. CEO Markus Steilemann wird seine eigentlich bis 2028 laufende Amtszeit nicht erfüllen und das Unternehmen verlassen. Auch auf der Position des Finanzvorstands steht ein Wechsel an. Diese Personalien unterstreichen den Charakter einer neuen Ära unter der Regie aus Abu Dhabi, die künftig den Fokus auf Kreislaufwirtschaft und KI legen will.
Entscheidend für Anleger ist nun der 19. Mai 2026. An diesem Datum soll die Hauptversammlung den Squeeze-out endgültig beschließen. Bis dahin spielt die operative Entwicklung für den Kurs kaum noch eine Rolle – der Fokus liegt einzig auf der Festlegung der konkreten Barabfindung durch den Großaktionär XRG.
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