Covestro Aktie: Dunkle Nachrichten!

Der Leverkusener Chemiekonzern Covestro wird im Mai 2026 von der Börse genommen. Die Aktie notiert stabil, da der Kurs nur noch von der erwarteten Zwangsabfindung bestimmt wird.

Die Kernpunkte:
  • Squeeze-out und Delisting für Mai 2026 geplant
  • Aktienkurs entkoppelt von operativer Krise
  • Operatives Ergebnis 2025 um 31 Prozent eingebrochen
  • Wechsel in der Unternehmensführung steht an

Der Leverkusener Polymerkonzern Covestro bereitet seinen endgültigen Rückzug vom Kapitalmarkt vor. Während das operative Geschäft unter anhaltenden Branchenproblemen leidet, richtet sich der Blick der verbliebenen Minderheitsaktionäre nur noch auf die bevorstehende Zwangsabfindung. Wie geht es in den letzten Zügen der Börsennotierung weiter?

Squeeze-out und Delisting im Mai

Die Weichen für das Ende der Eigenständigkeit an der Börse sind gestellt. Die Holding XRG, hinter der der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi steht, hält mittlerweile 95,1 Prozent der Anteile und hat das Squeeze-out-Verfahren nach deutschem Aktienrecht formal eingeleitet. Der Rückzug vollzieht sich in Etappen: Bereits am 5. Mai 2026 endet die Zulassung zum regulierten Markt.

Die endgültige Entscheidung fällt kurz darauf auf der Hauptversammlung am 19. Mai 2026. Dort sollen die Aktien der verbliebenen Anteilseigner per Beschluss automatisch auf XRG übergehen.

Kursverlauf ignoriert fundamentale Krise

Diese Sondersituation führt zu einer vollständigen Entkopplung des Aktienkurses von der realen Unternehmensentwicklung. Obwohl Covestro tief in einer operativen Krise steckt, notiert das Papier mit aktuell 60,20 Euro äußerst stabil und bewegt sich nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 61,00 Euro.

Der Grund für diese Stärke ist simpel: Der Kurs orientiert sich nicht mehr an Geschäftszahlen, sondern ausschließlich an der erwarteten Barabfindung. Wie hoch diese ausfällt, ermittelt derzeit ein unabhängiger Prüfer. Für freie Aktionäre ist dieser Wert die einzige noch relevante Kennzahl.

Schwache Zahlen und Umbruch im Management

Abseits des Börsenparketts zeichnen die jüngsten Geschäftszahlen ein trübes Bild. Im Jahr 2025 brach das operative Ergebnis (EBITDA) um knapp 31 Prozent auf 740 Millionen Euro ein, während der Umsatz um 8,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro sank. Sinkende Verkaufspreise und strukturelle Überkapazitäten bei niedriger Auslastung belasten den Konzern massiv. In der Folge müssen Aktionäre im vierten Jahr in Folge auf eine Dividende verzichten. Auch für 2026 erwartet das Management keine nachhaltige Nachfrageerholung.

Parallel zum laufenden Sparprogramm kommt es zu einem deutlichen Umbruch in der Führungsetage. CEO Markus Steilemann wird seinen Vertrag nicht verlängern, und Finanzvorstand Christian Baier verlässt das Unternehmen bereits im September dieses Jahres. Den Aufsichtsrat führt künftig Dr. Rainer Seele.

Für die Streubesitz-Aktionäre ist diese operative Entwicklung jedoch zweitrangig geworden. Entscheidend bleibt das ausstehende Gutachten zur Abfindungshöhe. Mit dem Aktionärsbeschluss im Mai und der anschließenden Eintragung ins Handelsregister schließt sich das Börsenkapitel von Covestro unwiderruflich.

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