Covestro Aktie: Gewohnte Wertentwicklung
Die Übernahme von Covestro durch Adnoc ist vollzogen. Mit über 95 Prozent Anteilsbesitz kann der Squeeze-Out eingeleitet werden, während gleichzeitig personelle Weichen für die neue Ära gestellt werden.

- Adnoc-Tochter hält über 95 Prozent der Aktien
- Rechtliche Basis für Zwangsausschluss gegeben
- Rainer Seele wird neuer Aufsichtsratschef
- Berenberg sieht operatives Ergebnis unter Konsens
Die Übernahme durch Adnoc ist faktisch abgeschlossen – jetzt geht es um die letzten Details. Mit über 95 Prozent der Anteile in der Hand der Abu Dhabi National Oil Company ist die rechtliche Schwelle für den zwangsweisen Ausschluss der Minderheitsaktionäre erreicht. Parallel dazu bringt die neue Eigentümerstruktur auch an der Konzernspitze frischen Wind.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
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- XRG (Adnoc-Tochter) kontrolliert mittlerweile über 95 % der Covestro-Anteile
- Rechtliche Voraussetzungen für Squeeze-Out erfüllt
- Dr. Rainer Seele übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
- CFO Christian Baier verlässt Konzern im September 2026
- Berenberg sieht operatives Ergebnis 14 % unter Marktkonsens
Neue Gesichter an der Spitze
Mit Dr. Rainer Seele rückt ein erfahrener Manager an die Aufsichtsratsspitze. Der ehemalige OMV-Chef löst Dr. Richard Pott ab und soll die strategische Neuausrichtung unter Adnoc vorantreiben. Zeitgleich kündigte Finanzvorstand Christian Baier seinen Abschied zum Vertragsende im September 2026 an – eine Entscheidung auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen betonte.
Die Personalrochaden zeigen: Die Integration in die Adnoc-Gruppe nimmt konkrete Formen an. Für die operative Führung bedeutet das einen Neustart unter veränderten strategischen Vorzeichen.
Berenberg mahnt zur operativen Vorsicht
Trotz der festgezurrten Übernahmesituation liefert die Privatbank Berenberg eine nüchterne Einschätzung zur fundamentalen Verfassung. Analyst Sebastian Bray bestätigt zwar sein “Hold”-Rating mit Kursziel 62 Euro – exakt dem Übernahmepreis. Sein KI-gestütztes Prognosemodell signalisiert jedoch Gegenwind: Das EBITDA für 2026 dürfte etwa 14 Prozent unter dem aktuellen Marktkonsens liegen.
Für den Börsenkurs spielt diese Warnung allerdings kaum noch eine Rolle. Die Aktie notiert stabil bei 62 Euro und fungiert de facto nur noch als Platzhalter bis zur finalen Abfindung.
Was Anleger jetzt erwartet
Der formale Squeeze-Out-Antrag dürfte in den kommenden Wochen folgen. Damit endet die Geschichte von Covestro als börsennotierter Konzern. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre bedeutet das eine Barabfindung zum festgelegten Übernahmepreis – weitere Kursfantasie gibt es nicht mehr. Die operative Entwicklung, die Berenberg kritisch bewertet, wird künftig ausschließlich die neue Eigentümerin interessieren.
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