Covestro Aktie: Harsche Kritiken?
Der neue Mehrheitseigner XRG leitet den Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre ein. Die Hauptversammlung im April entscheidet über die finale Barabfindung und den vollständigen Rückzug.

- XRG kontrolliert bereits über 95 Prozent der Anteile
- Squeeze-out-Verfahren für Minderheitsaktionäre gestartet
- Wechsel in kostengünstigeres Börsensegment beantragt
- Entscheidung über Abfindung auf Hauptversammlung im April
Das Kapitel Covestro als eigenständige Publikumsgesellschaft nähert sich seinem endgültigen Ende. Nach der erfolgreichen Übernahme durch den Golfkonzern XRG (ehemals ADNOC) werden nun die letzten Schritte für den vollständigen Rückzug von der Börse eingeleitet. Für die verbliebenen Kleinanleger dreht sich jetzt alles um die Konditionen des unvermeidlichen Abschieds.
- Haupteigner: XRG kontrolliert bereits 95,10 % der Anteile.
- Squeeze-out: Verfahren zur Abfindung der Minderheitsaktionäre gestartet.
- Börsensegment: Wechsel in den kostengünstigeren General Standard beantragt.
- Termin: Hauptversammlung entscheidet im April.
Zwangsausschluss der Kleinanleger
Der neue Mehrheitseigentümer macht ernst. Da XRG gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft inzwischen rund 95,10 Prozent des Grundkapitals hält, ist die rechtliche Schwelle für einen sogenannten Squeeze-out überschritten. Am 9. Januar informierte der Großaktionär das Leverkusener Management über die Einleitung dieses Verfahrens.
Das Ziel ist eindeutig: Die verbliebenen Minderheitsaktionäre sollen gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. Die Covestro-Aktie notiert aktuell bei 60,62 Euro und hat sich damit seit Jahresbeginn um über 8 Prozent verbilligt. Entscheidend für die letzten freien Aktionäre wird nun sein, ob die angebotene Abfindung diesen Marktwert übersteigt. Die konkrete Summe steht laut Unternehmensangaben noch nicht fest.
Rückzug auf Raten
Parallel zum Squeeze-out reduziert der Polymerhersteller seine Sichtbarkeit am Kapitalmarkt. Der Vorstand beschloss am vergangenen Donnerstag, den Wechsel vom streng regulierten Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu beantragen. Begründet wird dieser Schritt mit der Einsparung von Kosten und dem Wegfall aufwendiger Zulassungsfolgepflichten.
Diese Maßnahmen sind die logische Konsequenz der am 10. Dezember 2025 vollzogenen Übernahme. Begleitet wurde der Prozess von einer Kapitalerhöhung über 1,17 Milliarden Euro und einem Umbau der Führungsriege. So übernahm Dr. Rainer Seele Ende Dezember den Aufsichtsratsvorsitz, während Finanzvorstand Christian Baier seinen Abschied nach Vertragsende angekündigt hat.
Der entscheidende Termin im Kalender ist nun die Hauptversammlung am 15. April 2026. Dort soll der Beschluss über die Übertragung der Aktien gefasst werden. XRG muss im Vorfeld dieses Treffens die Höhe der Barabfindung kommunizieren, womit der finale Preis für den Börsenabschied von Covestro festgelegt wird.
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