Covestro Aktie: Makroblend im Lexus!
Der Werkstoffhersteller erweitert den Einsatz seiner Materialien im Fahrzeugbau und meldet Fortschritte bei Recycling und emissionsärmeren Produkten.

- Makroblend im Lexus ES eingesetzt
- Toyoda Gosei fertigt Kofferraumdeckel-Außenteil
- Recycling-Pilotanlage in Leverkusen eröffnet
- Aktie 1,6 Prozent unter 52-Wochen-Hoch
Der Werkstoffhersteller Covestro baut seine Präsenz im Automobilsektor aus. Am Mittwoch meldete das Unternehmen den Einsatz seines Spezialkunststoffs Makroblend UT235M in der Serienfertigung des Lexus ES. Das Material dient als Substrat für das Außenteil des Kofferraumdeckels, welches vom Zulieferer Toyoda Gosei produziert wird. Angaben zum finanziellen Umfang des Auftrags machte der Konzern nicht.
Zuwachs bei Spezialanwendungen im Fahrzeugbau
Mit dem Zuschlag für das Karosserieteil etabliert Covestro den Werkstoff in einem großformatigen Exterieur-Bauteil der Modellreihe. Der Einsatz im Fahrzeugbau markiert einen weiteren Schritt, hochentwickelte Polymerblends in Serienanwendungen internationaler Hersteller zu platzieren.
Zugleich meldete der Konzern zuletzt Fortschritte bei industriellen Kooperationen im Baubereich. Am 24. September nahm der Dämmstoffhersteller puren eine neue Fertigungslinie für das Funktionsmaterial purenit in Betrieb. Die gesamte Fertigung dieser Linie verfügt über eine ISCC-PLUS-Zertifizierung. Diese Einstufung ermöglicht den Einsatz des Bindemittels Desmodur CQ MS von Covestro, das auf bilanziell erneuerbaren Rohstoffen basiert.
Portfolio mit reduziertem CO₂-Ausstoß wächst
Parallel zur Ausweitung der Bauteilanwendungen treibt Covestro die Vermarktung emissionsarmer Vorprodukte voran. Am 23. September stellte das Unternehmen Desmodur ClimateValue vor. Das Isocyanat pMDI weist laut Unternehmensangaben einen zertifiziert reduzierten CO₂-Fußabdruck gegenüber Standard-Desmodur-Typen auf und steht Kunden in Europa ab sofort zur Verfügung.
Ergänzend dazu investiert das Unternehmen in Leverkusen in das chemische Recycling von Hochleistungselastomeren. Für die am 16. September eröffnete Pilotanlage wandte Covestro einen Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich auf.
Für ausgewählte Vulkollan-Altmaterialien stellt das Verfahren eine Recyclingquote von mehr als 90 Prozent in Aussicht, während der CO₂-Fußabdruck gegenüber fossilbasiertem Neumaterial um bis zu zwei Drittel sinken soll.
Aktie notiert knapp unter Höchststand
Am Aktienmarkt zeigt sich der Leverkusener Chemiekonzern derweil stabil. Im Handel notiert das Papier bei 60,50 Euro. Damit bewegt sich der Wert in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 61,50 Euro, von dem die Notierung lediglich einen Abstand von 1,6 Prozent aufweist.
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