Covestro Aktie: Preisschock ohne Folgen
Covestro erhöht Preise für Polycarbonat deutlich, doch der Aktienkurs bleibt durch die bevorstehende Übernahme und das Squeeze-out-Verfahren stabil.

- Signifikante Preiserhöhung für Polycarbonat ab April
- Aktienkurs fixiert auf Abfindungsniveau von 59,46 Euro
- XRG hält über 95 Prozent der Anteile
- Wechsel in General Standard und Squeeze-out geplant
Der Werkstoffhersteller Covestro dreht in Europa und dem Nahen Osten kräftig an der Preisschraube. Während Abnehmer von Hochleistungskunststoffen ab April deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, prallt die operative Brisanz am Kapitalmarkt völlig ab. Ein Blick auf die laufende Übernahme erklärt diese ungewöhnliche Immunität der Papiere.
Massive Aufschläge für Polycarbonat
Ab dem 1. April verlangt der Konzern in der EMEA-Region einen pauschalen Aufschlag von 300 Euro pro Tonne für wichtige Polycarbonat-Marken wie „Makrolon“ oder verschiedene Blends wie „Bayblend“. Verantwortlich für diese signifikante Anpassung sind die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffkosten, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten zusätzlich befeuert werden. Für die ohnehin belasteten Lieferketten der chemischen Industrie bedeutet das einen weiteren Stresstest.
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An der Börse löst diese operative Entwicklung allerdings keine Reaktionen mehr aus. Die Papiere orientieren sich fast ausschließlich an der bevorstehenden Komplettübernahme durch die XRG aus Abu Dhabi. Der Großaktionär hält inzwischen 95,1 Prozent der Anteile und hat das förmliche Squeeze-out-Verfahren auf den Weg gebracht. Passend dazu schloss die Aktie am Dienstag exakt auf dem gutachterlich festgelegten Abfindungsniveau von 59,46 Euro. Nennenswerte Kursausschläge nach oben oder unten sind durch diesen fixierten Preis faktisch ausgeschlossen.
Vorbereitung auf den Börsenabschied
Der endgültige Abschied vom Kurszettel rückt damit in greifbare Nähe. Als Vorbereitung auf den Rückzug verlässt Covestro bereits am 5. Mai den streng regulierten Prime Standard und wechselt in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Diese Maßnahme senkt in der Übergangsphase die administrativen Kosten und Berichtspflichten.
Auch auf der Führungsebene werden die Weichen für die Zeit nach der Börsennotierung gestellt, da CEO Markus Steilemann seinen Vertrag nicht über Mai 2028 hinaus verlängern wird. Der formelle Schlussakt für freie Anleger folgt auf der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai, wenn der Beschluss über den aktienrechtlichen Squeeze-out endgültig gefasst wird.
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