Covestro Aktie: Rückzug konkretisiert
Covestro beendet die Notierung im Prime Standard, um Kosten zu senken. Der Schritt folgt der Übernahme durch XRG und leitet die finale Phase des Squeeze-out für Minderheitsaktionäre ein.

- Wechsel vom Prime in den General Standard
- Übernahme durch XRG bereits abgeschlossen
- Squeeze-out-Verfahren für Minderheitsaktionäre läuft
- Aktienkurs stabil nahe 60,50 Euro
Das Kapitel der breiten öffentlichen Börsennotierung neigt sich bei Covestro dem Ende zu. Am Donnerstagnachmittag leitete der Kunststoffhersteller den nächsten formalen Schritt zum Abschied vom Kapitalmarkt ein. Mit dem geplanten Wechsel in ein niedrigeres Börsensegment bereitet das Management das Unternehmen nun organisatorisch auf die vollständige Übernahme durch den Großaktionär XRG vor.
- Strategie: Wechsel vom Prime Standard in den General Standard beschlossen.
- Hintergrund: Squeeze-out-Verfahren durch XRG läuft bereits.
- Aktueller Kurs: 60,52 Euro.
Weniger Transparenzpflichten
Der Vorstand hat entschieden, die Notierung im hochregulierten Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu beenden und in den General Standard zu wechseln. Dieser Schritt ist eine logische Konsequenz der veränderten Eigentümerstruktur. Nachdem der Investor XRG aus Abu Dhabi im Dezember 2025 die Übernahme finalisierte und über 95 Prozent der Anteile hält, sind die strengen Folgepflichten des Prime Standards – wie etwa umfangreiche Quartalsberichte – nicht mehr verhältnismäßig.
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Durch den Segmentwechsel senkt Covestro den administrativen Aufwand und die Kosten für die Finanzberichterstattung erheblich. Da kaum noch Aktien im freien Handel verfügbar sind, verliert die hohe Transparenz für den breiten Markt an Relevanz.
Warten auf die Abfindung
Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre ist dieser Verwaltungsakt vor allem ein Signal, dass der sogenannte Squeeze-out in die heiße Phase geht. Bereits am 9. Januar 2026 hatte XRG das Verfahren eingeleitet, um die restlichen Anleger gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen zu drängen. An der Börse sorgte die Meldung daher für wenig Aufregung. Die Aktie notierte zuletzt stabil bei 60,52 Euro und bewegt sich damit kaum noch vom Fleck.
Technisch orientiert sich der Kurs eng am 200-Tage-Durchschnitt von 60,03 Euro, da spekulative Fantasie fast vollständig aus dem Titel gewichen ist. Das Hauptaugenmerk liegt nun einzig auf der Höhe der finalen Abfindungssumme.
Das nächste wichtige Datum für Anleger ist der 26. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht Covestro den Geschäftsbericht für 2025, der die finanzielle Basis für die Bewertung liefern wird. Die formale Zustimmung zum Squeeze-out dürfte dann auf der ordentlichen Hauptversammlung erfolgen, die laut Kalender für den 15. April 2026 angesetzt ist.
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