Covestro plant deutlichen Aufschlag bei der Dividende

Aktionäre des Kunststoff-Produzenten Covestro können sich über eine deutliche Erhöhung der Dividenden-Ausschüttung freuen. Denn das Unternehmen will seine Anteilseigner mit einem kräftigen Aufschlag am sehr guten Ergebnis des vergangenen Jahres beteiligen.

Das Unternehmen, das in vergangenen Jahr neu an die Börse kam und noch mehrheitlich zum Chemie-Riesen Bayer gehört, konnte starke Ergebniszahlen für das zurückliegende Jahr melden. So wurde der Nettogewinn mehr als verdoppelt. Dieser kletterte von 343 Millionen Euro im Vorjahr auf 795 Millionen Euro in 2016. Und das, obwohl der Umsatz leicht um 1,5 % auf 11,9 Milliarden Euro zurückgegangen war.

Covestro konnte allerdings seine Profitabilität deutlich steigern, was sich auch in einem Anstieg beim bereinigten EBITDA um 22,7 % auf rund 2 Milliarden Euro zeigte. Dabei lieferte vor allem auch das Schlussquartal einen kräftigen Schub. Im vierten Quartal hatte das Unternehmen sein bereinigtes EBITDA von zuvor 256 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 390 Millionen Euro steigern können. Der Umsatz kletterte um 7,8 % auf rund 3 Milliarden Euro und netto verdiente man 124 Millionen Euro, nachdem man im Vorjahr noch einen Verlust von 84 Millionen Euro ausweisen musste.

Da Covestro auch für das laufende Geschäftsjahr optimistisch bleibt, will man bei der Dividenden-Ausschüttung für das vergangene Jahr deutlich drauflegen. Nach 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 liegt nun für die Hauptversammlung ein Dividendenvorschlag von 1,35 Euro je Aktie vor. Auf Basis der aktuellen Kurse wäre dies eine Dividendenrendite von knapp 2 %.

Allerdings kann die Aktie heute nicht von den guten Zahlen und der kräftigen Dividendenerhöhung profitieren. Die Aktie liegt mit rund 3,7 % im Minus, was man angesichts der vorhergehenden positiven Kursentwicklung wohl unter dem Motto „Sell on good news“ zusammenfassen kann.

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