Credo Technology: DustPhotonics macht Optik-Rollout möglich

Credo Technology erholt sich rasch von kursdrückenden Insider-Verkäufen und treibt den strategischen Wandel zu optischen Technologien voran.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt nach kurzer Schwäche
  • Insider-Verkäufe waren planmäßig
  • Fokus auf optische Konnektivität
  • Optimistischer Ausblick für 2027

Der Kurssturz war kurz, die Erholung kommt schnell. Credo Technology notiert am Mittwoch bei 256,39 USD – ein Plus von 7,20 Prozent. Damit macht der KI-Infrastruktur-Spezialist die Verluste des Vortages nahezu wett und bleibt auf Jahressicht mit rund 79 Prozent im Plus.

Ausgelöst hatte die Schwäche am Dienstag eine Meldung über Aktienverkäufe aus der Chefetage. CFO Daniel W. Fleming und CTO Chi Fung Cheng veräußerten Anteile – allerdings im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne (Rule 10b5-1). Analysten werten die Transaktionen als technisch bedingt, vor allem zur Begleichung von Steuerverpflichtungen aus fälligen Optionen.

Der Pivot zur Optik

Dass Anleger bereits wieder zugreifen, hat einen strategischen Grund. Credo bereitet den großflächigen Rollout optischer Konnektivitätstechnologien für das Geschäftsjahr 2027 vor. Bislang basierte das Wachstum auf kupferbasierten Lösungen wie Active Electrical Cables (AECs).

Die kürzlich abgeschlossene Integration von DustPhotonics macht den Pivot möglich. Die neuen optischen Produkte sollen die GPU-Auslastung in KI-Rechenzentren optimieren und den Energieverbrauch bei der Datenübertragung senken. Für Hyperscaler wie Microsoft, Google und Meta ist das ein entscheidender Faktor.

Ausblick bleibt optimistisch

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert das Management einen Umsatz zwischen 465 und 475 Millionen USD. Getrieben wird die Erwartung durch den massiven Ausbau von KI-Backend-Netzwerken, die immer höhere Bandbreiten (800G und 1,6T) verlangen. Credo liefert die spezialisierten SerDes-Technologien dafür.

Mit einer liquiden Reserve von rund 1,4 Milliarden USD hat der Konzern die finanzielle Flexibilität für den technologischen Hochlauf. Die Aktie notiert aktuell 5,12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 270,21 USD – ein Hinweis darauf, dass der Markt die hohe Bewertung (221 Prozent Plus in zwölf Monaten) vorerst stützt. Wie schnell die neuen optischen Produkte bei den großen Cloud-Anbietern in die Serienproduktion gehen, dürfte in den kommenden Monaten der entscheidende Maßstab bleiben.

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