Crispr Therapeutics Aktie: Orbis und Allan Gray halten 5,6 Prozent

Crispr Therapeutics verzeichnet institutionelle Umschichtungen und erweitert die Casgevy-Zulassung auf Kinder. Die Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen.

Die Kernpunkte:
  • Orbis und Allan Gray melden 5,6 Prozent
  • FDA erweitert Casgevy-Zulassung auf Kinder
  • Casgevy-Umsatz steigt um 78 Prozent
  • Quartalsumsatz übertrifft Analystenerwartungen deutlich

Bei Crispr Therapeutics sorgen derzeit sowohl signifikante Verschiebungen in der Aktionärsstruktur als auch operative Fortschritte für Aufmerksamkeit am Markt.

Am vergangenen Freitag wurde durch eine gemeinsame Pflichtmitteilung der Investmentgesellschaften Orbis Investment Management und Allan Gray bekannt, dass diese zum Stichtag am 30. Juni eine Beteiligung von 5,6 Prozent an dem Unternehmen hielten, was einem Bestand von über 5,4 Millionen Aktien entspricht.

Zeitgleich meldete die Bank of America Medienberichten zufolge eine Reduzierung ihrer Positionen in dem Biotech-Unternehmen. Die Aktie notiert heute bei 45,87 Euro nahezu unverändert mit einem minimalen Rückgang von 0,04 Prozent.

Institutionelle Bewegungen und operative Meilensteine

Die Anpassungen bei den institutionellen Anteilseignern fallen in eine Phase wichtiger regulatorischer Entscheidungen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA weitete am 5. August die Zulassung für die CRISPR-basierte Gentherapie Casgevy aus.

Die Behandlung, die gemeinsam mit Vertex Pharmaceuticals entwickelt wurde, steht nun auch Kindern ab einem Alter von zwei Jahren zur Verfügung, die an der Sichelzellkrankheit oder an transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie leiden. Damit vergrößert sich der potenzielle Patientenkreis für das erste zugelassene CRISPR-Medikament erheblich.

Parallel dazu verzeichnet der Kooperationspartner Vertex Pharmaceuticals eine steigende Dynamik bei der Vermarktung. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Casgevy einen weltweiten Umsatz von 76 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 78 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und unterstreicht die wachsende Akzeptanz der Therapie im klinischen Alltag.

Das Papier von Crispr Therapeutics liegt mit dem aktuellen Kursniveau von 45,87 Euro rund 0,4 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, der bei 45,68 Euro verläuft.

Quartalszahlen übertreffen die Markterwartungen

Finanziell konnte Crispr Therapeutics zuletzt positive Akzente setzen. Am 3. August präsentierte das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, wobei der Umsatz mit 10,18 Millionen US-Dollar den Analystenkonsens von etwa 7,45 Millionen US-Dollar deutlich übertraf.

Der Nettoverlust verringerte sich im selben Zeitraum auf 91,15 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,94 US-Dollar pro Aktie. Zum Stichtag Ende Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und kurzfristige Anlagen in Höhe von rund 2,36 Milliarden US-Dollar.

Diese Kapitalausstattung bildet die Basis für die weitere Entwicklung der Pipeline. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Kandidaten CTX310, der zur in-vivo Editierung zur Behandlung von Lipidstoffwechselstörungen eingesetzt wird.

Das Unternehmen kündigte am 3. August an, klinische Daten aus der laufenden Phase-1a-Studie am 28. August auf dem ESC-Kongress in München vorzustellen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich aktuell auf umgerechnet 4,48 Milliarden Euro.

Veränderungen im Management und Insiderverkäufe

Innerhalb der Führungsebene zeichnen sich ebenfalls Veränderungen ab. Chief Medical Officer Naimish Patel wurde am vergangenen Montag für die Wahl in den Verwaltungsrat von Agomab Therapeutics nominiert, die am 11. September stattfinden soll. Im Zusammenhang mit seiner beruflichen Neuorientierung veräußerte Patel am vergangenen Dienstag laut einer Pflichtmitteilung der US-Börsenaufsicht SEC Anteile an Crispr Therapeutics.

Anleger blicken nun gespannt auf den Monatsende, wenn die neuen Studiendaten in München Aufschluss über das Potenzial der nächsten Medikamentengeneration geben könnten. Trotz der operativen Erfolge verzeichnet der Wert seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von 0,7 Prozent, während sich das Unternehmen weiterhin in der Phase der Kommerzialisierung seiner ersten Gentherapie befindet.

Anzeige

Crispr Therapeutics-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Crispr Therapeutics-Analyse vom 17. August liefert die Antwort:

Die neusten Crispr Therapeutics-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Crispr Therapeutics-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Crispr Therapeutics: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Crispr Therapeutics