CrowdStrike Aktie: Analysten-Spanne von 169 bis 725 Dollar

Nach dem Aktiensplit herrscht Uneinigkeit über den fairen Wert von CrowdStrike. Die Bewertungskennzahlen und operativen Risiken spalten die Analysten.

Die Kernpunkte:
  • Analystenziele zwischen 169 und 725 Dollar
  • Bewertung mit 40-fachem Umsatz weit über Schnitt
  • Operative Verluste durch hohe aktienbasierte Vergütung
  • Hohe Volatilität und Annäherung an überkaufte Zone

Nach dem Aktiensplit von Anfang Juli scheiden sich an CrowdStrike die Geister. Der Cybersecurity-Spezialist glänzt mit einem Monatsplus von gut 16 Prozent. Am Mittwoch kühlte die Stimmung ab. Das Papier rutschte um 2,5 Prozent auf 166,52 Euro.

Analysten-Ziele driften auseinander

Ein Blick auf die Wall Street zeigt tiefe Risse. Cantor Fitzgerald ruft ein massives Kursziel von 725 US-Dollar auf. Barclays und Morgan Stanley schätzen die Lage völlig anders ein. Sie sehen den fairen Wert bei mageren 169 respektive 172 Dollar.

Mittelfeld-Akteure wie UBS und Stifel peilen Werte von 235 und 220 Dollar an. Diese enorme Spanne offenbart ein Problem. Experten streiten massiv über die faire Bewertung des Unternehmens.

Anleger zahlen für die Aktie aktuell das knapp 40-Fache des Umsatzes. Der Branchenschnitt liegt bei bescheidenen 3,5.

Das Unternehmen wächst rasant. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management Einnahmen von 5,9 Milliarden Dollar an. Das entspräche einem Plus von fast 17 Prozent gegenüber den vorherigen Zeiträumen.

Die Kehrseite der Medaille: Operativ schreibt der Konzern rote Zahlen. Die aktuelle Marge liegt bei minus 3,9 Prozent. Ein Kostentreiber ist die üppige aktienbasierte Vergütung. Sie frisst knapp ein Viertel des Umsatzes auf.

Risiken bremsen Euphorie

Am Markt herrscht derzeit eine hohe Nervosität. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität springt auf gut 52 Prozent. Der RSI-Indikator notiert bei 63,4. Das Signal: Die Aktie nähert sich dem überkauften Bereich.

Investoren wägen ab. Die Nachfrage nach KI-gesteuerter Bedrohungserkennung boomt. Spätfolgen des massiven IT-Ausfalls vom Juli 2024 belasten aber weiterhin das Vertrauen. Hinzu kommen laufende Untersuchungen der US-Behörden DOJ und SEC.

Hält die operative Schwäche an, droht ein Bewertungsabschlag. Ein Rutsch in Richtung der konservativen Analystenmarken rückt bei anhaltendem Margendruck unweigerlich in den Fokus.

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