CrowdStrike Aktie: KI spielt jetzt den Angreifer
Das neue CrowdStrike-Werkzeug prüft freigegebene Kundennetze und kontrolliert anschließend, ob vorgeschlagene Schutzmaßnahmen greifen.

- Red Tempest simuliert autonome Cyberangriffe
- Tests laufen in freigegebenen Umgebungen
- Gegenmaßnahmen werden erneut überprüft
- Zugang vorerst über ausgewählte Partner
CrowdStrike lässt künstliche Intelligenz künftig gegen die eigenen Kunden antreten, allerdings nur zur Probe. Auf der Hausmesse Fal.Con Europe in Barcelona hat der Cybersecurity-Anbieter heute „Agentic Adversary Emulation“ vorgestellt. Das Werkzeug greift Unternehmensnetze wie ein autonomer Angreifer an, um Schwachstellen zu finden, bevor es echte Täter tun.
Wie der Angriff im Test funktioniert
Im Kern steht SafeMind, die hauseigene Familie spezialisierter Sicherheitsmodelle. Das Offensivmodell „Red Tempest“ verkettet Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und Identitätslücken zu Angriffspfaden auf kritische Systeme. Es arbeitet in kontrollierten, vom Kunden freigegebenen Testumgebungen und orchestriert dabei Tausende einzelne Schritte.
Den Unterschied zu klassischen Penetrationstests sieht CrowdStrike im geschlossenen Kreislauf. Das System liefert Gegenmaßnahmen, von Patches über Konfigurationsänderungen bis zu neuen Erkennungsregeln. Danach wiederholt Red Tempest den Angriff und prüft, ob der Pfad tatsächlich dicht ist.
Als Trainingsgrundlage dienen Telemetriedaten der Falcon-Sensoren sowie Erkenntnisse über mehr als 290 beobachtete Angreifergruppen. Den Bedarf begründet das Unternehmen mit einem eigenen Bericht: Darin verwandelte ein KI-Agent eine einzige Schwachstelle in Administratorzugriff und kopierte 726 Datenbanken, ohne dass ein Mensch eingriff. Punktuelle Tests könnten mit diesem Tempo nicht mithalten.
Early Access über Partner
Verfügbar ist das Angebot bislang nur für ausgewählte Kunden im Early Access, vermittelt über Partner des Programms Project QuiltWorks. Das Unternehmen weist selbst darauf hin, dass noch nicht veröffentlichte Funktionen sich ändern können. Einen Starttermin für die breite Markteinführung nennt es nicht.
Strategisch zielt CrowdStrike darauf, Angriff und Abwehr auf einer Plattform zu bündeln. Ein reines Offensivwerkzeug könne die getestete Umgebung nicht selbst verteidigen, so die Argumentation. Damit grenzt sich der Konzern von Anbietern ab, die nur Schwachstellen melden.
Kundenpreise zum Messeauftakt
Parallel dazu zeichnete CrowdStrike seine europäischen Kunden aus. Santander erhielt den Leadership Impact Award, Maersk den Community Impact Award und Capgemini den Transformation Award. Booking.com gewann in der Kategorie AI Innovation, Schwarz Digits bei Platform Pioneer.
Die Messe selbst zog nach Unternehmensangaben mehr als 3.000 Teilnehmer aus 83 Ländern an. Für CrowdStrike ist sie vor allem eine Bühne, um die Falcon-Plattform als Standard für KI-gestützte Sicherheit zu positionieren. Ob die neue Emulation über den Early Access hinauskommt, hängt an den Rückmeldungen der ersten Partnerkunden.
Stand heute, 4. November: CrowdStrike – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in CrowdStrike investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




