CSG: 13,1 Prozent nach Hunterbrook-Attacke
Heftiger Kursrutsch bei CSG: Ein Leerverkaufsbericht von Hunterbrook Capital lässt die Aktie auf ein neues Allzeittief fallen. Analysten bleiben dennoch optimistisch.

- Aktie fällt auf 15,70 Euro
- Hunterbrook bezweifelt Produktionskapazitäten
- Interner Machtkampf um Minderheitsanteil
- Management kündigt rechtliche Schritte an
Europas größter Rüstungs-Börsengang gerät unter massiven Druck. Die Aktie der Czechoslovak Group (CSG) fiel am Montag auf ein neues Allzeittief von 15,70 Euro. Auslöser ist ein umfassender Leerverkaufsbericht von Hunterbrook Capital. Der Angriff trifft ein Unternehmen im klaren Abwärtstrend. Seit dem Börsendebüt im Januar verlor das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes.
Zweifel an Produktionszahlen
Hunterbrook attackiert den Kern der CSG-Wachstumsstory. Der Bericht bezweifelt die im Prospekt genannte Produktionskapazität von jährlich 630.000 großkalibrigen Artilleriegeschossen. Laut der Analyse verfügt der Konzern nur über ein einziges Werk für die Endmontage der 155-Millimeter-Munition. Dort schätzen die Leerverkäufer den Ausstoß auf maximal 280.000 Stück.
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Ein weiterer Kritikpunkt betrifft einen slowakischen Rahmenvertrag über 58 Milliarden Euro. Dieses Abkommen bewarb CSG während des Börsengangs intensiv. Hunterbrook bemängelt das Fehlen fester Zusagen der beteiligten Länder. Das Rüstungsunternehmen entgegnete daraufhin, es handele sich lediglich um ein maximales Potenzial. Feste Bestellungen existieren nicht.
Hinzu kommt ein interner Machtkampf. Ein Minderheitsaktionär übte kurz vor dem IPO eine Put-Option aus. Er fordert nun 1,4 Milliarden Euro für seinen Anteil. Der Investor besitzt zudem Blockaderechte bei wichtigen Firmenentscheidungen.
Management wehrt sich
Die Konzernführung weist die Anschuldigungen scharf zurück. Der Bericht enthalte Ungenauigkeiten und selektive Interpretationen. CSG verteidigt die Integrität aller Prospektangaben. Das Management prüft den Artikel detailliert und behält sich rechtliche Schritte vor.
Die Attacke ist nicht das einzige Problem. Im März suspendierte die Nato-Beschaffungsbehörde eine spanische Munitionsfabrik von CSG. Grund waren angebliche Sanktionsverstöße. Das Unternehmen bezeichnete den Schritt als vorübergehende prozedurale Maßnahme. Sie resultiere aus einer internen Untersuchung gegen einen Behördenmitarbeiter.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Kurs
Auf dem Papier glänzt der Konzern. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr auf 6,7 Milliarden Euro. Die operative Marge lag bei starken 24,1 Prozent. Ein massiver Auftragsbestand sichert die Einnahmen für mehrere Jahre.
Der Aktienmarkt ignoriert diese Erfolge. Am Montag schloss das Papier mit einem Minus von 13,1 Prozent. Zeitweise brach der Kurs sogar um 26 Prozent ein. Die Volatilität bleibt extrem hoch.
Analysten halten unbeeindruckt an der Aktie fest. Alle zehn Experten raten zum Kauf. Das mittlere Kursziel liegt bei 35,40 Euro. Das entspricht mehr als einer Verdopplung des aktuellen Niveaus.
Am 19. Mai präsentiert CSG die Ergebnisse für das erste Quartal. Dieser Termin wird zum Härtetest. Das Management muss dann konkrete Beweise für seine Produktionszahlen liefern. Nur handfeste Daten können das Vertrauen der Investoren nach dem Kurssturz wiederherstellen.
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