CSG Aktie: 14,07 Euro nahe Allzeittief

Trotz großer Produktneuheiten auf der Eurosatory notiert die CSG-Aktie nahe ihrem Rekordtief und weit unter dem Ausgabepreis.

Die Kernpunkte:
  • Weltpremieren auf der Eurosatory 2026
  • Aktie verliert seit Börsengang massiv
  • Kurs liegt 61% unter dem Höchststand
  • Hohe Volatilität erschwert stabile Bewertung

Weltpremieren in Paris, Kurssturz in Amsterdam. Czechoslovak Group (CSG) präsentiert auf der Eurosatory 2026 eines der größten Exponate der Messe — und notiert gleichzeitig nahe seinem Allzeittief.

Großer Auftritt in Paris

Eurosatory gilt als wichtigste Rüstungsmesse der Welt. CSG nutzt die Plattform mit einem der umfangreichsten Stände überhaupt — und dem größten tschechischen Auftritt der Veranstaltung.

Tatra Defence zeigt dort die Weltpremiere des Tadeas 4×4 in einer Kommandoversion. Das ergänzt die bereits bekannte 6×6-Variante. Tatra Export stellt daneben schwere Logistikfahrzeuge aus, darunter einen Tatra Force 8×8 mit gepanzerter Kabine.

Eldis Pardubice präsentiert das neue RL-3000-Primärradar und ein Präzisionsanflug-Radar. AviaNera Technologies zeigt kompakte Turbostrahltriebwerke für Waffenplattformen wie Marschflugkörper. Die Munitionssparten liefern NATO-standardisierte Kaliber von 105 mm bis 155 mm. Marken wie Fiocchi Munizioni, Federal und Speer ergänzen das Portfolio mit Kleinkaliber- und Schrotmunition. Hinzu kommt der neue Mittelpanzer CFL-120 Karpat, entwickelt gemeinsam mit dem türkischen Unternehmen FNSS.

Börsenstart misslungen

Das Messeaufgebot steht in scharfem Kontrast zur Kursentwicklung. CSG debütierte am 23. Januar 2026 an der Euronext Amsterdam — zum Ausgabepreis von 25 Euro je Aktie, als damals größter Rüstungs-Börsengang der Welt.

Seitdem läuft es schlecht. Der Kurs liegt aktuell bei 14,07 Euro — rund 61 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 36,05 Euro vom Januar. Kein Wunder, dass der RSI mit 30,3 im überverkauften Bereich liegt.

Der 30-Tage-Verlust beträgt knapp 14 Prozent. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 18,38 Euro fehlen mehr als 23 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief vom 4. Mai liegt bei gerade einmal drei Prozent.

Rüstungsboom hilft der Aktie nicht

Europa rüstet auf. Budgets steigen, Aufträge fließen. CSG positioniert sich mit einem breiten Produktportfolio genau in diesem Markt. Trotzdem hat die Aktie seit dem Börsengang mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

Die annualisierte Volatilität von über 62 Prozent zeigt: Der Markt ist noch weit davon entfernt, CSG stabil zu bewerten. Ob die Eurosatory-Präsenz neue Aufträge bringt und damit fundamentale Argumente für eine Neubewertung liefert, wird sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen — spätestens dann, wenn erste Umsatzzahlen aus dem Rüstungsgeschäft vorliegen.

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