CSG Aktie: 2,5-Milliarden-Deal für Luftabwehr

Tschechischer Rüstungskonzern sichert sich Deal über 2,5 Mrd. Dollar, Aktie bleibt trotzdem schwach.

Die Kernpunkte:
  • Auftragswert von fast 2,5 Milliarden Dollar
  • Lieferung über vier bis fünf Jahre
  • Aktie notiert 63 Prozent unter Jahreshoch
  • Excalibur International als Umsetzungspartner

Ein Rüstungsdeal in Höhe von fast 2,5 Milliarden Dollar sorgt für Aufsehen — die Aktie reagiert trotzdem kaum. Die Czechoslovak Group (CSG) hat mit einem südostasiatischen Land Verträge über mehrschichtige Luftabwehrsysteme geschlossen. Das Land bleibt bislang unbenannt.

Die Vereinbarung zählt zu den größten Aufträgen in der jüngeren Firmengeschichte des tschechischen Industriekonzerns. Sie umfasst Luftabwehrsysteme unterschiedlicher Reichweite, montiert auf Tatra-Fahrgestellen. Die Lieferungen sollen sich über vier bis fünf Jahre erstrecken.

Excalibur International übernimmt die Umsetzung

Innerhalb der CSG-Gruppe soll die Tochter Excalibur International den Auftrag abwickeln. Das Paket geht über die reine Hardware hinaus. Es beinhaltet Personalschulungen, Logistik, Ersatzteilversorgung und den Aufbau notwendiger Infrastruktur vor Ort.

Für CSG ist der Deal ein Signal an den Markt. Der Konzern positioniert sich als Komplettanbieter, nicht nur als Zulieferer einzelner Systeme. Das Portfolio reicht von schweren Nutzfahrzeugen über Radartechnik bis zur Flugsicherung und Munition.

Kursverlauf zeigt deutliche Schwäche

Die Aktie schloss am Montag bei 13,46 Euro. Das liegt fast 63 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 36,05 Euro, das CSG erst am 26. Januar erreicht hatte. Zum 52-Wochen-Tief von 12,20 Euro aus dem Juni beträgt der Abstand gut 10 Prozent.

Der Blick auf die kurzfristige Entwicklung bestätigt das schwache Bild. In den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie 7,45 Prozent, auf Monatssicht steht ein Minus von 4,32 Prozent. Der Kurs notiert damit rund 13 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 15,41 Euro und sogar 20 Prozent unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 20,54 Euro.

Der RSI von 40,9 deutet auf keine überverkaufte Situation hin, bewegt sich aber im neutralen bis leicht schwachen Bereich. Mit einer annualisierten Volatilität von 50,80 Prozent zählt CSG zu den schwankungsanfälligeren Titeln im Sektor. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 13,91 Milliarden Euro.

Der Großauftrag ändert an dieser Gemengelage vorerst wenig. Für Rüstungskonzerne zählen Auftragseingänge zwar zu den wichtigsten Frühindikatoren — sie schlagen sich aber erst über Jahre in Umsatz und Ergebnis nieder. Wie schnell CSG die ersten Systeme ausliefert, dürfte zeigen, ob sich das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen lässt.

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