CSG Aktie: 62 Prozent Absturz seit Rekordhoch

Der Rüstungskonzern CSG präsentiert starke Geschäftszahlen, während der Aktienkurs massiv nachgibt und nahe am Jahrestief notiert.

Die Kernpunkte:
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Neues Luftabwehrsystem Trident vorgestellt
  • Auftragsbestand von 17 Milliarden Euro
  • Operative Marge von 24 Prozent erwartet

Volle Auftragsbücher und neue Waffensysteme. Die Folge: ein Aktienkurs im freien Fall. Bei der Czechoslovak Group (CSG) klaffen operatives Geschäft und Börsenrealität weit auseinander. Der Rüstungskonzern präsentiert sich auf der Messe Eurosatory selbstbewusst. Die Börse schickt die Papiere derweil auf Talfahrt.

Am Dienstag schloss die Aktie bei 13,82 Euro. Damit notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 13,62 Euro. Vom Rekordhoch im Januar trennen den Kurs mittlerweile fast 62 Prozent.

Auch auf kurze Sicht dominiert der Verkaufsdruck. Allein im vergangenen Monat verlor der Titel rund 26 Prozent an Wert. Der Kurs rutschte damit weit unter den Ausgabepreis des Börsengangs von 25 Euro.

Neues Luftabwehrsystem

Dieser Absturz überrascht auf den ersten Blick. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory stellte CSG gerade erst das neue Luftabwehrsystem Trident vor. Gemeinsam mit dem türkischen Partner Roketsan entwickelte das Unternehmen einen mehrschichtigen Schutzschild.

Das System kombiniert Raketen, Kanonen und elektronische Kriegsführung. Es soll militärische Formationen und strategische Anlagen vor Drohnen und Luftangriffen schützen.

Milliarden im Auftragsbuch

Fundamental steht Europas zweitgrößter Hersteller von Großkalibermunition robust da. Das Management bestätigte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. CSG erwartet einen Umsatz von durchschnittlich 7,5 Milliarden Euro.

Die operative Gewinnmarge soll bei etwa 24 Prozent liegen. Ein massiver Auftragsbestand stützt diese Ziele. Bis Ende März sammelte der Konzern Bestellungen im Wert von 17 Milliarden Euro ein.

Das entspricht einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die Sparte für Landsysteme treibt das Wachstum an. Auch das US-Munitionsgeschäft erholt sich spürbar.

Die Diskrepanz bleibt vorerst bestehen. Ein prall gefülltes Auftragsbuch trifft auf einen massiv überverkauften Aktienkurs. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 32,7 eine extrem negative Marktstimmung. Solange der Kurs die 50-Tage-Linie bei 17,23 Euro nicht zurückerobert, bleibt der technische Abwärtstrend intakt.

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