CSG Aktie: 800.000 Schuss Munitionskapazität erreicht
CSG übertrifft mit Q1-Zahlen die Erwartungen und knackt die Marke von 800.000 Schuss Eigenproduktion. Defence Systems treibt das Wachstum, während Ammo+ schwächelt.

- Eigene Munitionskapazität von 800.000 Schuss erreicht
- Defence Systems mit 26,5 Prozent Umsatzplus
- Großaufträge über 550 Millionen Euro nach Quartalsende
- Ammo+ leidet unter schwachem US-Geschäft
CSG hat am Mittwoch mit den Q1-Zahlen geliefert – und vor allem mit einem Detail überzeugt: Das eigene Munitionsprogramm für mittlere und schwere Kaliber hat die Marke von 800.000 Schuss eigener Produktionskapazität geknackt. Ein strategischer Meilenstein für den Rüstungskonzern, der tief in die NATO-Lieferketten eingebunden ist.
Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Plus von 3,06 Prozent auf 19,54 Euro. Damit setzt sich die Erholung von 15,73 Euro Anfang Mai fort – auch wenn der Abstand zum Januar-Hoch von 33,81 Euro immer noch bei über 42 Prozent liegt.
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Defence Systems trägt das Wachstum
Hinter dem Kursplus steckt mehr als eine runde Zahl zur Kapazität. CSG hat im ersten Quartal eigenen Angaben zufolge die vertikale Integration vorangetrieben und die Eigenproduktion hochgefahren. Der Umsatz stieg auf 1,544 Milliarden Euro, ein Plus von 13,8 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 8,7 Prozent auf 372 Millionen Euro zu, die Marge blieb mit 24,1 Prozent auf einem hohen Niveau.
Die Division Defence Systems war mit 1,251 Milliarden Euro Umsatz der klare Wachstumstreiber – ein Plus von 26,5 Prozent. Die operative Marge lag hier bei 28,4 Prozent. CSG bestätigte sowohl die Jahresprognose 2026 als auch die mittelfristigen Ziele.
Hinzu kommen zwei Großaufträge nach Quartalsende mit europäischen NATO-Kunden im Volumen von rund 550 Millionen Euro. CSG verwies zudem auf ein neues Joint Venture für Artillerietreibsätze in der Slowakei und die Übernahme von 49 Prozent an Hirtenberger Defence Systems in Österreich. Auch ein griechisches Joint Venture über 25 Jahre läuft bereits: Die 155-mm-Produktion in Lavrio ist gestartet.
Ammo+ bleibt der Schwachpunkt
Nicht alle Geschäfte laufen rund. Die Sparte Ammo+ kämpft mit schwierigen Bedingungen im US-Handel. Der Umsatz lag bei 291 Millionen Euro, das operative Ergebnis bei nur 13 Millionen Euro – die Marge betrug lediglich 4,3 Prozent. CSG führt die Schwäche auf Investitionen in Personal und Kapazitäten zurück, erwartet aber eine deutliche Besserung im Jahresverlauf.
Die Bilanz zeigt die Kehrseite des Wachstums: Der operative Cashflow vor Steuern lag bei nur 6 Millionen Euro. Das Working Capital stieg auf 2,2 Milliarden Euro, das sind 31,7 Prozent vom Umsatz der letzten zwölf Monate. CSG spricht von gezieltem Lageraufbau und Vorauszahlungen – das Ziel für Ende 2026 liegt bei unter 20 Prozent. Die Nettoverschuldung von 2,2 Milliarden Euro steht im 1,3-Fachen des operativen EBITDA.
Der Auftragsbestand wuchs auf 17 Milliarden Euro, die Pipeline mit Verhandlungspotenzial liegt bei 27 Milliarden. CSG hob zudem einen Patriot-Panzerauftrag über mehr als 300 Millionen Dollar in Südostasien und einen Luftverteidigungsauftrag über 2,5 Milliarden Dollar in derselben Region hervor.
Die Investitionen steigen. Im ersten Quartal flossen 31 Millionen Euro in Sachanlagen. Das meiste Jahresbudget wird in der zweiten Jahreshälfte ausgegeben. CSG bereitet sich darauf vor, die Kapazitäten noch weiter auszubauen – und die NATO-Lieferverträge in nachhaltige Cashflows zu verwandeln. Ob das gelingt, entscheidet sich an der Working-Capital-Wende.
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