CSG Aktie: Ben Hudson wird Vorstandsvize am 1. August

Der Rüstungskonzern CSG meldet starke Halbjahreszahlen, investiert in neue Standorte und erweitert den Vorstand. Der Aktienkurs zeigt eine deutliche Erholung.

Die Kernpunkte:
  • Ben Hudson wird Vize-Vorstandsvorsitzender
  • Beteiligung an kanadischem Tech-Unternehmen
  • Umsatz wächst um 17,2 Prozent
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau von 46 Mrd. Euro

Der tschechische Rüstungskonzern CSG treibt seine strategische Neuausrichtung mit personellen und operativen Schritten voran. Am 1. August ist Ben Hudson als Mitglied und Vize-Vorsitzender in den Vorstand der CZECHOSLOVAK GROUP a.s. eingetreten.

Der Branchenveteran bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung aus der globalen Verteidigungsindustrie mit. Bereits im Juni war Hudson als Chief Executive Officer von CSG Land Systems zur Gruppe gestoßen und übernahm zugleich die Rolle des Group Chief Technology Officer.

Die Personalie fällt in eine Phase, in der CSG seine industrielle Basis massiv ausbaut. Anfang August erwarb der Konzern eine strategische Beteiligung an North Vector Dynamics, einem kanadischen Entwickler von Luftverteidigungs-, Anti-Drohnen- und Hyperschalltechnologien.

Die Investition bewertet das in Calgary ansässige Unternehmen mit mehr als 90 Millionen US-Dollar. Nur wenige Tage zuvor hatte CSG über seine deutsche Tochtergesellschaft CSG Energetic Materials Germany GmbH den Erwerb des 57 Hektar großen Industrieareals Gnaschwitz bei Bautzen abgeschlossen.

Für die erste Ausbaustufe des Standorts plant der Konzern Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro. Dort sollen Produktionskapazitäten für Nitroglyzerin und darauf basierende Produkte entstehen, parallel dazu Fertigungslinien für Munition und Munitionskomponenten.

Starke Halbjahreszahlen als Fundament

Rückenwind erhalten diese Expansionsschritte durch die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17,2 Prozent auf 3,25 Milliarden Euro, das operative EBIT wuchs um 12,7 Prozent auf 784 Millionen Euro bei einer Marge von 24,1 Prozent.

Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen legte um 84,8 Prozent auf 572 Millionen Euro zu. Treiber war vor allem die Sparte Defence Systems, deren Umsatz um 27 Prozent zulegte, da NATO-Staaten ihre Munitionsvorräte auffüllten.

Besonders auffällig entwickelte sich der Bereich Land Systems: Der Umsatz verdoppelte sich hier im Jahresvergleich und macht inzwischen 46 Prozent des Auftragsbestands aus.

Der Anteil der Ukraine am Gesamtumsatz sank dabei von 27 auf 17 Prozent, während NATO-Märkte an Gewicht gewannen – ein Hinweis darauf, dass sich die Nachfragebasis von CSG zunehmend diversifiziert. Der Auftragsbestand erreichte 17 Milliarden Euro, zusammen mit der Pipeline summiert sich die Größenordnung auf ein Rekordniveau von 46 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr bestätigte das Management seine Prognose: Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge von 24 bis 25 Prozent. Die Investitionsintensität soll bei 8,5 Prozent des Umsatzes bleiben, die Nettoverschuldung bis Jahresende unter das 1,3-fache des EBIT fallen.

Im zweiten Halbjahr rechnet das Management zudem mit einem deutlichen Rückgang des Nettoumlaufvermögens, aus dem rund 1,5 Milliarden Euro freigesetzt werden sollen.

Kurs bewegt sich auf hohem Niveau

An der Börse spiegelt sich die operative Dynamik in einer ausgeprägten Erholungsbewegung wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 19,69 Euro, ein Plus von 3,1 Prozent auf Tagesbasis. Über 30 Tage summiert sich der Kursanstieg auf 44 Prozent, womit das Papier deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 15,27 Euro liegt.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 36,05 Euro, erreicht Ende Januar, bleibt der Titel dennoch rund 45 Prozent entfernt – ein Zeichen dafür, dass trotz der jüngsten Rally noch deutlicher Abstand zu früheren Höchstständen besteht.

Die Kombination aus organischem Wachstum, gezielten Zukäufen und einer gestärkten Führungsmannschaft positioniert CSG als einen der am schnellsten wachsenden europäischen Rüstungskonzerne. Ob sich das Momentum angesichts der hohen Volatilität von 61 Prozent auf 30-Tage-Basis fortsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell sich die angekündigten Kapazitätserweiterungen in Bautzen und die Beteiligung in Kanada operativ niederschlagen.

Anzeige

CSG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CSG-Analyse vom 15. August liefert die Antwort:

Die neusten CSG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CSG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CSG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu CSG